WIZARD - Metal In My Head

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VÖ: 12.02.2021
Bandinfo: WIZARD
Genre: Power Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

30 Jahre und elf Studioalben hat die deutsche Power Metal Institution WIZARD bereits auf dem Buckel. Und nun schickt das Bocholter Quintett seine zwölfte Langrille ins Rennen, um der Corona-gebeutelten Welt metallische Zuversicht zu bringen. "Metal In My Head" ist genau das, was der Albumtitel verspricht. Die Namen der Tracks erinnern an frühe Werke wie "Bound By Metal" (1999), während die musikalische Seite der neuen Scheibe sich ganz und gar im gefestigten Stil der Ära ab "Head Of The Deceiver" (2001) präsentiert. Ehrlicher, traditioneller Heavy Metal ohne Firlefanz. Keine kompositorischen Extravaganzen. Stattdessen zehn mitreißende Gerade-aus-Hymnen zum Mitsingen und Headbangen.

 

 

WIZARD versuchen auf "Metal In My Head" gar nicht erst, das Fahrrad neu zu erfinden. Stattdessen konzentrieren sich die Jungs um Frontmann Sven D’Anna auf das, was sie am besten können. Eine Dreiviertelstunde lang wird hier ein eingängiger Track nach dem anderen zelebriert. Neun Stücke (exklusive der tollen Ballade "Whirlewolf"), die allesamt zum Together Standing und Fists In The Air Rising einladen. Und selten habe ich in den letzten Wochen und Monaten das Fehlen von Festivals und Konzerten schmerzlicher gespürt als beim Hören des aktuellen WIZARD Longplayers. Zehn Songs (inklusive der Ballade!!!), die geradezu für die Bühnen dieser Welt geschrieben wurden, um großartige Metal-Parties zu feiern!

 

 

Wer auch nur etwas für eingängigen, hymnenhaften, melodischen Power Metal übrighat, wird mit "Metal In My Head" definitiv eine Menge Spaß haben, und zwar von der ersten bis zur letzten Sekunde. Ob nun Kracher wie "I Bring Light Into The Dark", "Victory", der Titeltrack und der stampfende Album-Closer "Destiny", oder ein berührendes Meisterwerk, wie die Ballade "Whirlewolf", die dem 2019 verstorbenen Martjo Brongers (VORTEX, STEEL SHOCK) gewidmet ist und die nicht von WIZARD sondern von Gustavo Acosta (Bandkopf von FEANOR, der auch das Piano in dem Song spielt) - immer werden die großartigen Melodien von  traditionellen Lyrics flankiert, die zwar in bester MANOWAR-Manier die großen Themen (Schlachten, Sword & Iron, der ewige Kampf der Defenders Of Metal etc.), die aber bei WIZARD zu keiner Zeit aufgesetzt oder kitschig wirken. Im Gegenteil man nimmt den teutonischen Power Metallern jedes Wort ab, weil man in jeder Zeile die Inbrunst und das Feuer spüren kann, mit dem WIZARD zu Werke gehen.

 

Fazit: Richtig geile Metalkracher haben WIZARD da auf ihr zwölftes Studioalbum gepackt! Kein Ausfall, nur Hits. Dazu ein superfetter, kraftvoller Sound, von Martin Buchwalter, der sozusagen die Kirsche auf der Torte ist. Manchmal braucht es keine Innovation, keine krampfhafte Suche nach neuen Ufern. Manchmal genügen zehn Songs absolut, die einfach nur purer, mitreißender Heavy Metal mit Herz und Seele sind! In diesem Sinne:

 

"...With The Power Of Metal In My Heart

No One Will Stop Me Now..."

 

 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (18.02.2021)

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