CORONARY - Sinbad

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VÖ: 19.02.2021
Bandinfo: CORONARY
Genre: Heavy Metal
Label: Cruz del Sur Music
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Lineup  |  Trackliste

Lust auf klassischen Heavy Metal der frühen und Mid-Achtziger? Oder genauer gesagt, auf eine gehörige Portion NWoBHM? Dann dürft Ihr dem Debüt-Album der Finnen CORONARY getrost eine Chance geben. Hier wird nix neu erfunden, das einzig Aktuelle an "Sinbad" ist der zeitgemäße, fette Sound, der dem Erstling des Quintetts aus Tempare/Pirkanmaa verpasst wurde.

 

 

Ansonsten stehen hier alle Zeichen auf Alte Schule. SAXON und MAIDEN orientierter, schmissiger Heavy Metal steht auf dem Programm. Kommt der Opener und Titeltrack noch etwas behäbig und eindimensional daher, so ist "Firewings" im Gegensatz dazu eine flotte, eingängige Stimmungskanone, die richtig Spaß und Lust auf mehr macht. Danach geht es für drei Stücke erst mal im geschmeidigen Midtempo weiter, wobei hier vor allem "Bullet Train" punkten kann.

 

 

Der zweite richtige Kracher des Debüts folgt mit "Reflector", bei dem wieder dezent aufs Gaspedal getreten wird. Die Hookline ist Klasse, und Olli Kärkis Stimme erinnert einmal mehr doch ziemlich krass an den guten alten Biff Byford. Nach zwei weiteren Tracks in gemäßigter Geschwindigkeit präsentieren CORONARY dem Hörer mit dem Udo Dirkschneider Gedächtnissong "Mestengo" unüberhörbares ACCEPT-Worshipping, dies aber absolut gelungen.

 

 

Der Albumcloser "Wonders Of The World" schleppt sich abschließend dann doch ein wenig sperrig und uninspiriert durch die reichlich fünf Minuten Spielzeit. Schade, da hätten CORONARY gern noch mal einen richtigen Knaller auspacken dürfen.

Fazit: Trotz einiger Schwächen und mit durchaus noch ordentlich Luft nach oben, ist "Sinbad" als Erstwerk alles andere als schlecht. Vier sehr gute Stücke und ein wirklicher Top-Sound auf der Habenseite, das müssen andere erst mal für sich verbuchen. Und auch die restlichen Songs können sich hören lassen, allerdings fehlen hier noch der kompositorische letzte Schliff, ein paar schmissigere Hooklines, die hängen bleiben und halt einfach die Erfahrung. Mit anderen Worten, es gibt einiges, was auf der nächsten Scheibe besser gemacht werden könnte (und sollte), aber das ist definitiv kein Hexenwerk.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (18.02.2021)

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