Bloodbound - Book of the Dead

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VÖ: 25.05.2007
Bandinfo: BLOODBOUND
Genre: Melodic Metal
Label: Metal Heaven
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Tja wenn unserem Herrn Chef die neue SONATA ARCTICA CD „Unia“ (sein Review hierzu findet ihr hier..) nicht so zusagt, dann hätte er sich wohl doch das Buch des Todes von BLOODBOUND abgreifen sollen, auch, weil er ja deren Debüt Album „Nosferatu“ (2006) noch mit den Worten „…gibt´s hier aber mal eine ganz dicke Reinhörempfehlung…“ bejubelt und mit einer Schwindelerregenden Benotung bedacht hatte. Sei’s drum, diesmal darf ich ran um mich in den BLOODBOUND’schen Sound zu vertiefen.

Es hat ja ein wenig gerappelt in der Kiste der Schweden, der von mir schon bei seiner ex-Combo TAD MOROSE hoch verehrte Sänger Urban Breed musste seinen Posten dem ex-JADED HEART Vocalisten Michael Bormann überlassen, stellt sich hierbei natürlich die berechtigte Frage, kann der eher sonst in den schwülstigeren Gefilden des Metals unterwegs gewesene Bornmann den doch weit knarzigeren Breed gleichwertig ersetzen? Kann er, zum Teil zumindest, sicher, wenn wie in „Turn to Stone“ HELLOGAMMAWEEN zitiert wird, schimmert seine Vergangenheit schon durch, aber gerade die bockigen Mid-Tempo Stampfer veredelt Bormann mit einer doch etwas tiefer gepeilten Stimmlage, als man dies noch in der Vergangenheit von ihm gewohnt war.

Diese Mid-Tempo Dinger sind dann der formidable Titeltrack, das zwar ein wenig platt, aber im Endeffekt doch überzeugende „Flames of Purgatory“ (Bormann goes Reibeisenstimme!), oder der glatt als Maiden-Plagiat durchgehende, jedoch höchst gelungene Rausschmeißer „Seven Angels“. Manche Teile sind zwar wirklich rotz-frech geklaut, so atmet „Lord of Battle“ zeitweise mehr HELLOWEEN Spirit, als es die Kürbisköpfe seit mehr als einer Dekade selber tun, und die üblichen verdächtigen a la HAMMERFALL und STRATOVARIUS lugen auch um die Ecke des weiteren gibt es mit „Black Heart“ – wie es halt so üblich ist bei den Powermetallern – die Kitschballade, aber resümierend ist „Book of the Dead“ schon ein zumindest ordentliches Werk geworden.

Ganz so euphorisch wie das Monsieur Chef beim „Nosferatu“ Werk gesehen hat, bin ich bezüglich BLOODBOUND zwar nicht, aber hin und wieder gefiel die Rotation der 11 Songs (mit Ausnahmen) dann doch.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Reini (28.05.2007)

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