SUZI QUATRO - The Devil In Me

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VÖ: 26.03.2021
Bandinfo: SUZI QUATRO
Genre: Rock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

SUZI QUATROs Kreativität fand zu Lockdown-Zeit einen neuen Höhepunkt. Gemeinsam mit ihrem Sohn Richard hat sie an einem neuen Album gearbeitet und packt alles auf das neue Werk, was ihr gefällt und wofür sie steht. „The Devil in Me“ kombiniert daher einerseits eine Suzi, die wir kennen, und die sich auf Rock Rock’n’Roll und Blues-Rock Songs konzentriert, andererseits eine Suzi, die hier viel von ihrer soften Seite zeigt und sehr emotionale und schön gemachte Blues Songs zum Besten gibt. Zusätzlich mit der kreativen Energie von ihrem Junior gesegnet, also ein "Familienalbum" der besonderen Art.

Natürlich steht, wie es sich für jemanden ihres Kalibers üblich ist, hinter jedem Song eine eigene Entstehungsgeschichte, das mag dann Corona bzw. Quarantäne sein oder Weihnachten. Zusätzlich zum Basissound von Gitarre, Bass und Schlagzeug wird immer ein Piano gemischt oder zumindest Keyboard und die Blues-Songs liefern auch noch Saxophon und natürlich überall fein gemachte Backing-Vocals und Chöre, die von zart bis kräftig alle Bandbreiten abdecken.

Zum funky-groovigen Rockbereich auf dem neuen Album gehören Party- bzw. Abrocknummern, wie der Titletrack „The Devil In Me“, der genauso wie „Get Outta Jail“ mit einem lässigen Klatsch/Stampf-Rhythmus besticht und einem Rock’n’Roll Piano, wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe. Sehr rockig und wieder mit auffälligem Piano ist auch der Schluss-Song „Motor City Riders“.

 

 

Manche dieser rockigen Songs haben auch einen Disco-Touch und sind somit für den Ü50-Dancefloor geeignet, wie zum Beispiel das schon im Titel entsprechend bezeichnete „Do Ya Dance“.

„In The Dark“ ist eine besondere Nummer. Hier erzeugen Piano und Saxophon eine ganz eigene Stimmung und lassen mich an Bar- oder Lounge Musik denken. Also ein Stil, den man von Suzi wenig kennt, der aber im Songwriting gut kommt.

Auf jeden Fall als Anspieltipps möchte ich die Blues-Nummern bezeichnen. Wer die süße Emotion dieses Musikstils liebt (süße Emotion und Blues? Ich glaub, da stehen 99 Prozent des Genres aber breitbeinig dagegen - der von seiner Frau verlassen gewordene Anmerker (wo sind eigentlich mein Hund und mein Truck?), Anm. d. Red.) , wird auf „The Devil In Me“ Leckerbissen finden, die den großen Blues-Entertainern nahekommen. Der „Isolation Blues“ hat es mir vom ersten Takt an angetan. Es klingt nach Blues-Bar, rauchiger Atmosphäre und triefenden Emotionen. Man hat ein Live-Aufnahmen Feeling, viel Piano und Big Band. Suzis leicht raue Stimme geht hier runter wie Öl und sorgt für einen sehr harmonischen Sound.
Noch ein toller bluesiger Song, der aber auch Groove hat, nennt sich „Love’s Gone Bad“. Hier sticht die zarte, klare, eher dunkle Note bei der Instrumentalisierung besonders hervor.

Fazit:
Ein sehr gut gemachtes Album, das jeden SUZI QUATRO-Fan begeistern wird, und Seiten der alten Dame aufzeigt, die man noch nicht so kannte. Und natürlich auch aufzeigt, dass die alte Dame absolut nicht alt ist und man garantiert von ihr weiterhin tolle neue Sachen erwarten kann.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (28.04.2021)

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