HEREDITARY - Disease

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VÖ: 19.03.2021
Bandinfo: HEREDITARY
Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Olaf ist schuld!
Olaf?
Ja, Olaf!

Olaf, ein alter Schulfreund schrieb mir eine WhatsApp und empfahl mir das Album "Disease" von HEREDITARY anzuhören. Also ist er schuld, dass ich hier ein Review geschrieben habe!
Olaf ist - wie auch ich - seit 1992 von der Schule weg aber der Musik ebenfalls treu geblieben. Linientreu nennt man sowas. Kommt heute seltener vor als man denken mag. Das er aber neben OBITUARY (hier trafen wir uns zufällig 2018 bei einem Gig, guckst Du hier) auch andere Bands aus dem Death-Metal - Genre gefallen war mir ein wenig neu, denn ursprünglich war er musikalisch immer irgendwo bei Klängen von RISK, METALLICA oder IRON MAIDEN stehengeblieben, wobei die alten SEPULTURA oder SLAYER ihm auch damals gefielen.

Wie dem auch sei - ich organisierte mir von der Band, die mir bis dahin ehrlichgesagt unbekannt war, das Album als MP3.
Die Scheibe wurde - wie auch sein Vorgänger - eigenproduziert, was aber dennoch ganz gut gelungen ist. Sicherlich hätte man manche Stellschrauben anders ansetzen können, aber es kann sich eben nicht jeder einen Harris Johns, Tomas Skogsberg oder Scott Burns leisten, wobei Burns ja eher aus der Musikbranche raus ist.

Apropos Vorgänger. Im Jahre 2015 erschien die EP "Angel of Decay" und 2018 die Debutscheibe "Sin". Ich habe mir mittlerweile sagen lassen, dass sich die vier Rheinländer musikalisch immer weiterentwickelt haben. Es gibt auf "Disease" natürlich nichts Neues, aber der Gesang erinnert zwischendurch an John Walker (CANCER) mal an Marc Grewe (MORGOTH) oder auch Martin van Drunen (ASPHYX). Die tackernden Schlagzeugattacken könnte eine Handschrift von Dan Wilding (CARCASS) oder auch Pete Sandoval (ex-MORBID ANGEL) sein. Die Gitarren klingen auch herrlich wie von DEATH, DEICIDE oder teilweise auch düster wie aus dem Hause UNLEASHED. Es geht flott zur Sache, das Quartett hat selten Zeit zum Durchatmen - wenn man durchatmen kann, dann auch richtig. Das gehört aber zu einer tollen Portion Death Metal dazu. Mir persönlich gefällt der Song "Prey" hervorragend. Pfeilschnell, aber nicht sinnlos knüppelnd. Puh. Das geht echt wahnsinnig ab. Als krönenden Abschluss der Scheibe - der leider nur sieben Songs enthält - haben die Bonner Herren ein Song mit Akustikgitarre und diversen Hintergrundtönen eingespielt. So kann man sich sehr gut vom Hörer für das Erste verabschieden - ich jedenfalls werde mir die Scheibe sicherlich nochmal anhören und Olaf sicher auch!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Jörn Janssen (27.04.2021)

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