AXEWITCH - Out Of The Shadows Into The Darkness

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VÖ: 30.04.2021
Bandinfo: AXEWITCH
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Recken von AXWITCH zelebrieren ihren traditionellen Heavy Metal mittlerweile seit satten 40 (!) Jahren, auch wenn zwischen dem dritten und dem aktuellen Album nicht gerade kurze 36 Jährchen liegen. In den Achtzigern waren die Axthexen eine jener Zweitreihen-Combos, die einerseits nie den großen Durchbruch schafften, andererseits aber zu gut waren, um gleich wieder in Vergessenheit zu geraten. Besonders die Debüt-EP "Prey For Metal" (1982) und der zweite Longplayer "Visions Of The Past" enthielten zum Teil wirklich erstklassige Songs. Nach "Hooked On High Heels" war aber 1985 erst einmal Schluss für eine lange Zeit. Umso erfreulicher ist es natürlich, dass auf dem Comeback-Album im Jubiläumsjahr tatsächlich wieder vier der damaligen Bandmitglieder wieder am Start sind. Lediglich der erst 2016 zu AXEWITCH gestoßene Basser Björn darf getrost als Nesthäkchen bezeichnet werden. 

Und nun präsentieren uns die Schweden also Langrille Nummer vier. "Out Of The Shadows Into The Darkness" heißt das gute Stück, und AXEWITCH machen in der Tat direkt dort weiter, wo sie Mitte der Achtziger damals aufgehört haben. Man kann also getrost die letzten 36 Jahre ausblenden und sich musikalisch und stilistisch dreieinhalb Dekaden in der Zeit zurück beamen.

Die neue Scheibe startet kraftvoll und treibend mit "The Pusher" einem flotten, eingängigen Midtempo-Groover, der direkt Lust auf mehr macht, und Mr. Wallentofts "Biff Byford"-Gedächtnisstimme setzt sich schon nach wenigen Textzeilen im Ohr fest. Ebenfalls in der Habenecke zu verorten und somit als gut oder sehr gut zu bewerten sind "In Pitch Black Darkness", "Let Sleeping Dogs Lie", das regelrecht beswingte "Boogie Of Death", der Stampfer "Going Down", The Healer" (geiles Solo) und "Lie To Me".

"Dues The Pay", "Losing You" und die beiden Bonustracks plätschern hingegen eher belanglos aus den Boxen, und der Rausschmeißer "Violator" hat dann doch zu viele schiefe Gesangspassagen, um noch als kauzig durchzugehen.

 

Fazit:

Auch auf Ihrem Comeback-Album 36 Jahre nach der letzten Veröffentlichung sind AXEWITCH Oldschool as Hell! Lediglich soundtechnisch ist man in der Gegenwart angekommen. Und so ist es wirklich erfrischend, sich den traditionell-schnörkellosen Heavy Metal der Schweden reinzuziehen. Sicher gibt es nicht nur Licht, sondern auch ein paar Schatten auf "Out Of The Shadows Into The Darkness". Doch der Albumtitel ist zumindest qualitätstechnisch nicht Programm. Da habe ich schon wesentlich schlechtere Zweitversuche bekannterer Kapellen gehört. Ein wenig mehr Abwechslung, was die fast durchgängig im Midtempo angelegte Geschwindigkeit angeht, hätte dem neuen Longplayer sicher gut getan. Aber die meisten Stücke machen trotzdem Spaß und sorgen für Easy Listing Metal Feeling.

 

 

 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (29.04.2021)

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