NEKROMANTHEON - The Visions Of Trismegistos

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VÖ: 30.04.2021
Bandinfo: NEKROMANTHEON
Genre: Thrash Metal
Label: Indie Recordings
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Bereits 2005 als Side Project des norwegischen Death Metal Abrisskommandos OBLITERATION gegründet, präsentieren uns Sindre und Arild, die sich mittlerweile mit Drummer Christian Holm ein festes drittes Mitglied ins Boot geholt haben, nach gut neun Jahren bereits das dritte NEKROMANTHEON Langeisen. Und "The Visions Of Trismegistos" hat es wahrlich in sich! Nach bester SLAYER Manier haut uns das dynamische Trio in nur 33 Minuten acht Granaten exzellenten, leicht angeschwärzten Thrash Metals um die Ohren, dass es eine Pracht ist.

Bereits der Opener und Titeltrack geht direkt in die Vollen. NEKROMANTHEON zocken eine hervorragende Mischung aus Oldschool Thrash, der zu seiner Zeit in den frühen Achtzigern auch gerne mal als (Ur)Black Metal bezeichnet wurde (SLAYER, DESTRUCTION, SODOM) und vielen modernen, scheuklappenfreien Einsprengseln. Dabei halten sich wilde Raserei und schädelspaltende, groovende Riffs wunderbar die Waage.

Auch im Folgenden bewegen sich die Norweger geschwindigkeitstechnisch durchgehend im Highspeed- und Überschall-Tempo, ohne jedoch auch nur für eine Sekunde die Kontrolle über die permanenten Aggressions-Eskalationen aus der Hand zu geben. Tracks wie "Seven Rulers Of Fate", das Riff-Monster "Faustian Rites" oder das nach einem gut einminütigen Intro geradezu explodierende Album Highlight "Scorched Death" überzeugen durch spielerische und technische Finesse auf höchstem Niveau und perfekt zur Musik passende Shouts sowie fingerverknotende Soli der höchsten Frickel-Klasse.

Diese unerhörte Qualität zieht sich über die verbleibenden Stücke bis zum Albumcloser "Zealot Reign" weiter, einem musikalischen Bombengewitter, das alles und jeden platt hagelt und dabei (wie alle anderen Songs des Albums auch) trotzdem abwechslungsreich und detailverliebt daherkommt und tolle atmosphärische Parts enthält. Geiles Brett zum Abschluss.

 

Fazit:

Kurz und schmerzhaft, wie guter Thrash sein sollte, prügelt sich der dritte Longplayer von NEKROMANTHEON in die Ohren der Hörerschaft und punktet dabei mit unglaublich vielen Facetten und Nuancen. Dazu kommt ein erdiger, angerauter Sound, der der Musik totale Authentizität verleiht. Abgerundet wird das Ganze von totaler State-Of-The-Art Qualität der Instrumental- und Vokalfraktion, und unterm Strich ergibt alles zusammen eine exzellente Thrash-Scheibe, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe.

 

 

 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (22.06.2021)

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