DYING EDEN - Perish To Exist

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VÖ: 19.03.2021
Bandinfo: DYING EDEN
Genre: Modern Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

2017 hauten uns DYING EDEN aus Tirol ihr Debütrund „Omen“ um die Ohren, dass selbige so schlackerten. Mitten aus dem Mekka der volkstümlichen Schunkel-Verdummung wurden uns sägende Klänge bereitet, die recht lange nachhallten. Nun ist es soweit, dass der Fünfer endlich mit dem Nachfolger aufwarten kann: Die neue Langrille hört auf den Namen „Perish To Exist“ und kommt um ein Stückchen härter ums Eck, als noch das Debüt.

Die originalen Killertaler Todesmusikanten gehen auf „Perish To Exist“ ein Stückchen weiter in die Death Metal Ecke, mit hingebungsvollem Geplärr und rollenden, alles vernichtenden Gitarrenwänden, zu denen sowohl thrashige Eruptionen, als auch moderne Elemente in Form streckenweise ziemlich brutaler Breakdowns kombiniert werden. Das ergibt gleich nach dem Synthie-Intro „Shutdown -F“ beim Opener „We Created Havoc“ eine kräftige Breitseite schmetternder Riffgewalt, die die erste heftige Gnackwatschn austeilt. Das Kellertief gestimmte Gerumpel prägt dann auch über weite Strecken die Platte, wo sich durch einige Ähnlichkeiten der Songs untereinander durchaus ein paar Längen einschleichen – aber nichtsdestotrotz kann man sich zu Songs wie „Dead On The Inside“ oder „The Sacred Unknown“ getrost die Rübe abschrauben.

Herausstechend aus den breitwandigen Riffwalzen, die allesamt mit amtlichem Druck aus den Schallerzeugern platzen, sind das abwechslungsreiche „Discordia“ mit seinen rasanten Tempowechseln, aber auch der epische Midtempo-Stampfer „Tales Of Rebnijr“, das sich zu Beginn gar Balladengleich aufbaut und dann mit höllisch groovender Wikinger-Schlagseite besticht. Mit „Axotol“ hat „Perish To Exist“ noch einen weiteren Song in eher gezügelterem Tempo in Petto, der mit wüstem Gestampfe vehement auf sich aufmerksam macht. Breitwandig und abwechslungsreich hat sich mit „Nur ein Gedicht“ auch ein deutschsprachiger Song auf das Album geschwindelt, in dem zwischen vielen Tempowechseln schon mal ein höllisches Thrash-Brett getrieben wird. Als runden Abschluss haben DYING EDEN mit „Empty Soul II“ noch einen Song vom Debütalbum dazu gepackt, der in in seiner Neuaufnahme im Vergleich zum Original recht nachhaltig alles niederholzt.

Die original sterbenden Killertaler von DYING EDEN hacken auf ihrem zweiten Album „Perish To Exist“ ganz unverblümt Holz und liefern ein fettes Brett an durchschlagskräftigen Songs aus den Bereichen modernen Death/Thrash/Groove Metals. Dabei brauchen die fünf Musikanten den Vergleich mit dem internationalen Todesmetall-Hochadel nicht scheuen, wenngleich die Songs an manchen Stellen noch nicht so ganz auf den Punkt kommen, um sich so richtig nachhaltig in den Gehörgang zu fräsen. Abgesehen davon ist es aber ein verflucht starkes Scheibchen an rebellischen Rabaukenklängen, die DYING EDEN da auf die Welt loslassen und zu denen man sehr gerne seine Inneneinrichtung zerhackt. Weiter so!

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (11.06.2021)

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