MOTIVIK - Death Of The Gunmen

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VÖ: 18.12.2020
Bandinfo: MOTIVIK
Genre: Thrash Metal
Label: Roxx Records
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Lineup  |  Trackliste

Da haben sich MOTIVIK mit „Death Of The Gunman“ viel vorgenommen, vielleicht auch zu viel. Melodic Groove Thrash heißt die Musik ihrer Wahl und klingt zuerst mal nett. Ihr Debüt klingt anders als erwartet und das hat mein Interesse geweckt.

Nehmen wir zum Beispiel „Away“ her: MOTIVIK legt mit einer guten Thrash-Einlage vor, da ist noch alles gut. Wenn der Sänger zum Rappen beginnt, wird es merkwürdig und das ist im Refrain auch nicht anders, wenn der schöne Gesang einsetzt. Man ist frei, unterschiedliche Musikstile zu kombinieren, die Schwierigkeit dabei ist alles miteinander zu verbinden und das fehlt mir bei dem Track.



MOTIVIK: Away: der Rap-Hairy-Thrash-Metalsong

 

Zu Ehren von SACRAMENT - eine 80er-Thrashband, die sich in den 1990ern auflöste - covern MOTIVIK ihr Lied „Souls Of Tourment“.  Sogar der Sänger von SACRAMENT tritt als „Gastsänger“ auf. Ironie pur. Und dann gibt es „On The Way Down“. Zuerst Rap, dann Thrash und jetzt Hair Metal á la Bon Jovi.  Das Lied per se ist gut gemacht, aber die Stimmung, die transportiert wird, wirkt im Album fehl am Platz.

Die Story, die in „Death Of The Gunman“ erzählt wird, hat nicht viel Tiefgang: Blut, Gewalt und ein bewaffneter Toter. Das ist alles. Zu roher Thrashgewalt und wilden Gitarrensolos bieten sich solche oberflächlichen, blutigen Themen an, bei Rappeinlagen und gefühlvollen Bon Jovi-Gesangsarien wird es schwierig.

MOTIVIK beherrscht die Musikinstrumente, aber musikalisch klingt „Death Of The Gunman“ seltsam. Ein Semi-Songcover, mit Gastauftritt des Originalsängers, die blutige „Gunman“-Story und Rockballaden, das hört sich seltsam an. Nach einem kurzen Backgroundcheck des Labels, das MOTIVIK zu Christian Metal einordnet, macht das Album noch seltsamer. MOTIVIKs Sound klingt noch unausgereift und mit Thrash Metaleinfüssen das Album bewerben ist auch nicht ratsam. Wenn sie in der Thrash Metalszene Fuß fassen wollen, dann müssen sie sich um ihre musikalische Authentizität mehr bemühen, weil dieses Debüt stinkt nach Poser.

 



Bewertung: 0.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (25.05.2021)

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