BLACKENING - Delusion

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VÖ: 20.12.2020
Bandinfo: BLACKENING
Genre: Groove Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Kennt ihr noch MACHINE HEADs Superhit „The Blackening“? Eine Kölner Groove Metaltruppe hat sich davon inspirieren lassen und ihre Band nach dem Album benannt. Sie klingt nicht nach Coverband und betitelt sich nicht als solche, umso interessanter ist ihr neues Album „Delusions“, das ein wenig nach MESHUGGAH klingt.  

Bei „Traumatized“ halten BLACKENING, was sie versprechen und legen mit groovigen Gtiarrenriffs gut vor. Im Refrain knallen die Doublebeats von Meyer (Schlagzeug) geradeso, dass das Trommelfell nicht zu bluten beginnt – ein Traum.
„Escaping Hell“ ist wie eine Prügelei: kurz nach dem Intro kommen einen Offbeatschläge entgegen. Die Gitarren folgen mit hastigen Thrashriffs und finden trotzdem genug Zeit, um eine tolle Melodie im Refrain einzubauen.

Richtig unheimlich wird es bei „Awakening“, von der Gitarre bekommt man eine leicht disharmonische Melodie zu hören, die sich durchs ganze Lied zieht. Klingt so, als hätte sich die Kölner Partie von MESHUGGAH zur Zeit der 1990er inspirieren lassen und mit ihrem eigenen Stil vermischt. Ein guter Mix mit Hauch von Nostalgie.

 

 

Der mit Abstand längste Track ist „Harvester“, zirka neuneinhalb Minuten wird man durchbeschallt. BLACKENING beginnen mit einer ruhigen Melodie, und steigern sich immer mehr in die Sache hinein. Dabei kommt die Band leider nicht in die Gänge, der Rhythmus ändert sich kaum, erst ab der fünften Minute wird es interessant - da braucht man genug Durchhaltevermögen.

„Delusion“ ist ein gewaltiger Brocken, der sich als Groove Band bezeichnen kann. Meyers (Schlagzeug) harte Schläge - sowohl im langsamen als auch im schnellen Tempo - klopfen einen gut durch und haben auf jeden Fall Wiedererkennungswert. Bei „Traumatized“ und „Awakening“ merkt man das Potenzial, das bei „Harvester“ jedoch fehlt. Für so einen Longplayer klingen die Gitarren am Anfang zu monoton. Ob man als Zuhörer bereit ist, fünf Minuten lang durchzuhalten, bis das Lied interessant wird, ist fragwürdig.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (27.05.2021)

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