TYRANT'S CURSE - Modern Babylon

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VÖ: 14.05.2021
Bandinfo: TYRANT'S CURSE
Genre: Heavy Metal
Label: Doc Gator Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

TYRANT'S CURSE ist das Soloprojekt des IGNITION Bassisten Andreas Leyer, der nebenbei auch noch an der Klampfe und am Mikro bei SINFORCE und TWELFE ARMS aktiv ist. Ein viel beschäftigter Mann also, doch Andreas präsentiert mit "Modern Babylon" bereits den zweiten Longplayer der erst 2019 gegründeten TYRANT'S CURSE.

Musikalisch kann die Hörerschaft sich auf teutonischen Power / Heavy Metal der Marke BRAINSTORM / MYSTIC PROPHECY einstellen, der mit US Metal Versatzstücken a la VICIOUS RUMORS und JAG PANZER angereichert wird. Klingt gut? Ist es auch.

Das Album startet mit dem Opener "Nightmare" treibend und mit galoppierenden Drums. An den Gesang in den Strophen muß man sich gewöhnen, zumal hier auch nicht jeder Ton sitzt. Umso besser ist die Gesangsleistung dafür in den Chorus Parts, die sehr melodisch und eingängig rüberkommen und direkt zum Mitsingen einladen.

"Modern Babylon" enthält eine Reihe von erstklassigen Songs. "Another Fallen Angel" und "Fall Of Icarus" sind echte Hits, die sich schon beim ersten Durchlauf in den Gehörgängen festsetzen und mit einer enorm starken Langzeitwirkung aufwarten.

Auch "Anthem Of The Week" ist ein tolles,  reichlich angeprogtes Stück. "Evolution Of Progeny" erscheint wie eine Hommage an die frühen Werke von HELLOWEEN und GAMMA RAY, zumal der gute Andreas, ob nun bewusst oder unbewusst bei den Strophenparts ziemlich intensiv in GAMMA RAYs "Last Before The Storm" gewildert hat. Ich habe beim ersten Hören tatsächlich noch mal nach dem Namen des Stückes geschaut, weil ich dachte, ich höre plötzlich ein ganz anderes Album. Aber sei es, wie es sei, die Nummer rockt und weckt selige Erinnerungen.

Mit "What's Left Of Me" gibt es im Anschluss eine Ballade, sehr minimalistisch und rein akustisch instrumentiert und außerdem ohne jeden stören Kitsch oder Pathos. Der Albumscloser "Fields Of Gold" schlußendlich ist noch mal ein sehr kraftvolles Stück, das die Bezeichnung POWER Metal wirklich verdient.

 

Fazit:

Das Zweitwerk von Andres Leyers Soloprojekt TYRANT'S CURSE muss sich wahrlich nicht verstecken. Vielmehr bietet "Modern Babylon" 45 Minuten lang eine abwechslungsreiche Mischung aus europäisch-deutschem Power Metal mit diversen US Metal-Einflüssen. Der Sound könnte hier und da etwas druckvoller sein, und am Gesang (vor allem in den Strophen) sollte noch etwas gefeilt werden. Es ist jedoch die ganze Spielzeit über das Herzblut von Andreas zu spüren, das er in die neue Scheibe investiert hat. Luft nach oben? Ist auf jeden Fall noch vorhanden, aber nichtsdestotrotz schlägt sich "Modern Babylon" wirklich gut.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (02.06.2021)

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