SEPTAGON - We Only Die Once

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VÖ: 26.03.2021
Bandinfo: SEPTAGON
Genre: Thrash Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Das Thrash Metal Sextett SEPTAGON legt, in ihrer kurzen Bandkarriere, bereits das dritte Full-Length-Album auf den Tisch. Die Band stammt aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg, weshalb man sie zu Teutonic Thrash dazuzählt, aber auch nur im weiten Sinne. Der Klang des berühmten 1980er Thrash fehlt hier jede Spur, dafür setzt SEPTAGON auf eine Stimme, die sogar Power Metal Sängern imponieren würde.

 „We Only Die Once“ hört sich, wie ein Mashup aus HAMMERFALL und ANTHRAX an, der gespickt mit schönen Gesangsarien und komplexen Gitarrenriffs ist.  Hier bleibt schreien, grunzen, kreischen aus, was hie und da nicht geschadet hätte. Die Gitarrensektion spielt sich in Ekstase und kreiert, in „Head Held High“ zum Bespiel, harmonische Duette die gut rüberkommen. Doch, wie beim Gesang, fehlt es bei den Gitarren an Abwechslung, nach drei Lieder hat man sich daran sattgehört. „Ekke Nekkepenn“, dessen Titel sich wie ein finnischer Zungenbrecher anhört, kracht es endlich. Die Gitarristen schlagen einen rauen Ton an, und machen mit einfachen Griffen richtig Druck. Der Schlagzeuger lässt sich auch zu Doublebeats hinreißen, geht aber damit sparsam um. In „We Only Die Once“ klingt Becker (Sänger) dem Sänger von ANTHRAX, Joey Belladonna, überraschend ähnlich, das ist schön zu hören, aber leider zu brav. Bei den Clean Vocals ist er sich seiner Sache sicher, man fragt sich, wie talentiert er sich bei, schreien, grunzen, kreischen anstellen würde. Schade.

Hinter dem Projekt SEPTAGON stehen keine Amateure, das Album ist professionell produziert, der Sound gut abgemischt. Das Einzige, was einen stört ist der Gesang. Wenn man in „We Only Die Once“ reingehört hat, kommt man mit einer zwiegespaltenen Meinung raus: einerseits bekommt man harte Gitarrenriffs zu hören, andererseits werden sie mit zu bravem Gesang kombiniert. Das Schema wird im Album gnadenlos durchgezogen und wirkt auf Dauer fade.  SEPTAGONs Gitarrensektion trifft die richtigen Töne, um ordentlich Druck aufbauen zu können. Hätte sich Becker (Sänger) mehr zugetraut, dann wäre sicher noch mehr aus „We Only Die Once“ rauszuholen gewesen.

Vielleicht überzeugen die hübschen Vinylscheiben in dreierlei Farben - Unboxedvideo von SEPTAGON

 

 

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (11.06.2021)

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