SUIDAKRA - Wolfbite

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VÖ: 25.06.2021
Bandinfo: SUIDAKRA
Genre: Celtic Metal
Label: MDD Records
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Lineup  |  Trackliste

Am 25. Juni ist die neue Platte von SUIDAKRA auf den Markt gekommen. Diesmal haben sie sich mit dem Musikproduzenten Alijoscha Sieg zusammen getan, der u.a. mit ESKIMO CALLBOY und GESTÖRT ABER GEIL zusammenarbeitet. Zum Glück gibt es auf "Wolfbite" aber keine HYPER HYPER Versionen oder anderen Murks.

Mit "A Life in Chains" beginnt der Opener mit Kettenrasseln, Peitschenschlägen und Geschrei. Lyrisch geht es um Sklaven, die mit dem Geist des Wolfes geboren wurden und voller Energie für sich einstehen. Dazu gibt es einen schnellen Beat und eine Mischung aus klarem Gesang und Growls. 

In den meisten Songs auf "Wolfbite" wechseln sich klarer Gesang und Growls ab, nur selten kommen beide zusammen. Epische Gitarrenriffs gehen in Blastbeat und Growls über und wieder zurück. Alles in allem gibt es wenig folkige bzw. keltische musikalische Elemente, beziehungsweise wurden diese maximal bei der Hälfte der Lieder eingebaut und da teilweise auch nur spärlich. Es gibt also hauptsächlich Death Metal mit ein paar netten melodischen Riffs.

Mein Hit auf der Platte ist daher "Faoladh" - der Track, in dem ich noch am ehesten etwas Keltisches rausgehört habe wie Dudelsack, Flöten und Violinen. Davon hätte ich mir auch in den anderen Tracks mehr gewünscht. In "Faoladh" geht es um den Kampf auf dem Schlachtfeld, also der körperlichen Auseinandersetzung mit anderen Kämpfern, aber auch um den inneren Kampf mit sich selbst. Der musikalische Teil zum inneren Konflikt ist viel ruhiger gestaltet, da er im Gegensatz zum lauten Schlachtgetümmel fast ungehört erscheint.

Die Platte geht insgesamt ca. 45 Minuten und hat viel Power. Es gibt keine Balladen, nur wenige langsame Parts und lyrisch geht es um Leben und Tod, Kampf und Schlachten, aber auch um innere Konflikte.

 

So now I finally understand,
That my greatest enemy is myself.
For I walk in Darkness now…

And I must venture still deeper into the Night!

 

Fazit:

Ohne Frage ist "Wolfbite" ein echt gutes Album. Aber leider ist es mir zum Großteil zu eintönig. Sicherlich ist es nett zum nebenbei hören und bei "Faoladh" und "Resurgence" sehe ich die klaren Hits der Platte. Allerdings haben mich "Vortex of Carnage" und leider auch der Großteil der anderen Songs nicht vom Hocker gerissen. Ich hätte gerne mehr keltische musikalische Elemente gehabt, denn das macht für mich SUIDAKRA aus. Übrigens ist Tina Stabel nur im dritten Track gesanglich zu hören. Ich denke, da hätte SUIDAKRA sicher auch mehr rausholen können, um Abwechslung zu schaffen.

 

Das Video zum Song "Vortex of Carnage":

 

Mein Lieblingssong der Platte "Faoladh":



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Sophia Brandt (29.06.2021)

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