STEIGNYR - The Legacy Of Wyrd

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VÖ: 23.07.2021
Bandinfo: STEIGNYR
Genre: Folk Metal
Label: Art Gates Records
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Lineup  |  Trackliste

Mit "The Legacy Of Wyrd" erscheint in diesem Jahr mal wieder ein Album der Folk Metaller aus Spanien. STEIGNYR wollen ihre Fans und Hörer wieder in fremde Welten voller Zauberei und mystischer Wesen entführen. Schon im Prolog wird ein warmes Feuer entzündet, Vögel und Wölfe sind zu hören und alte Geschichten von Abenteurern aus alten Zeiten werden vorgelesen. Es beginnt eine Reise auf der Suche nach Erzählungen aus der Vergangenheit, dem Jetzt und Hier und der Zukunft.

Da STEIGNYR noch recht klein und unbekannt sind, versuche ich sie nun einmal mit ELUVEITIE zu vergleichen, um sie etwas einzuordnen. Beide haben Sänger mit Growls und Sängerin mit klarem Gesang, machen Folk Metal und behandeln ähnliche Themen. Allerdings sind hier viele melodische Klänge eher aus dem Keyboard, die männlichen Growls sind wesentlich tiefer und weniger markant. Dafür sticht der weibliche Gesang viel mehr hervor. Hyrtharia ist fast permanent mit hohem Gesang im Hintergrund zu hören, fast wie in einer Oper. Zugegebenermaßen fand ich das teilweise ziemlich anstrengend. So gut sie auch singen kann - lieber Qualität statt Quantität. Dann lieber eine Flöte oder Drehleier mehr, aber ein "ooh ohh"-Operngesang ist für mich kein Ersatz für ein Melodie-Instrument, sondern eher ein Störgeräusch.

Wenn Jön und Hyrtharia zusammen singen, geht sie dafür ziemlich unter, was aber auch an der Abmischung der Platte liegen könnte. Dabei lebt STEIGNYR hauptsächlich von der Präsenz von Hyrtharia. Sie führt uns durch die Lieder und erfüllt den Raum mit ihrer Stimme, während die härteren Gitarren und schnellen Drums sich oft in Eintönigkeit verlieren.

Mein Lieblingssong von "The Legacy Of Wyrd" ist der Titelsong, der mich an "The Islander" von NIGHTWISH erinnert hat. Der Akustik Sound, viel Melodie und der ruhige weibliche Gesang - ganz ohne den Druck mit Power überzeugen zu wollen - das hat so viel Entspannung und Harmonie reingebracht. Wirklich mein persönlicher Lieblingstrack. Davon und von weiteren abwechslungsreichen Tracks, wünsche ich mir gerne mehr.

 

Fazit:

Leider passt für mich bei STEIGNYR einiges musikalisches noch nicht so gut zusammen und es ist noch viel Luft nach oben. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Band sicherlich kein ELUVEITIE 2.0 sein will, gehen sie doch in die Richtung, was Bandaufbau, Songstrukturen und Themen angeht. Daher ist ein Vergleich nicht weit hergeholt.

Bei den zwölf Tracks, neben Prolog und Epilog, war leider nur der Titelsong wirklich herausstechend für mich. Der Rest der Platte war sich leider sehr ähnlich, neben ein paar Riffs hier und da. Ich sehe hier viel Potenzial, das noch genutzt werden kann und muss und hoffe, dass STEIGNYR noch was aus sich macht. 

 

Video zu "Edevane":

 

Video zu "Rhythm of Time":



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Sophia Brandt (27.07.2021)

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