NITRATE - Renegade

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VÖ: 30.07.2021
Bandinfo: NITRATE
Genre: Melodic Rock
Label: AOR Heaven
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Lineup  |  Trackliste

NITRATE ist das Baby des englischen Bassisten und Songwriters Nick Hogg, der 2018 mit Rob Wylde und Pete Newdeck von MIDNITE CITY und dem Sänger Joss Mennen (ZINATRA) ein sensationelles, von Harry Hess produziertes Debüt („Real World“) ablieferte. Der Melodicrock mit einem leichtem Sleaze – Einschlag in Richtung MIDNITE CITY (no na!) wurde nicht nur in England begeistert angenommen. Schon ein Jahr später setzte Nick mit leicht veränderter Mannschaft nach und präsentierte den qualitativ gleichwertigen Nachfolger „Open Wide“ mit Philip Lindstrand, der schon bei Größen wie OSAKURU, FIND ME, RAINTIMES, ARKADO oder EAST TEMPLE AVENUE mitmischte. 


Für den dritten Streich scharte Hogg ein gänzlich neues und wieder hochkarätiges Line-Up um sich: Zur Unterstützung in Sachen Songwriting sind diesmal die beiden genialen Brüder Tom und James Martin dabei, die mit VEGA für einige Weltklassealben verantwortlich zeichnen. Das Mikro bedient mit Alexander Strandell ein Vollprofi, der schon seit Jahren vor allem in der schwedischen Melodicszene in vorderster Front beteiligt ist (ART NATION, DIAMOND DAWN, DARREN PHILLIPS PROJECT und zuletzt bei der diesjährigen Frontiers Supergroup CROWNE. Dazu gesellen sich noch Drummer Mikey Wilson und Dario Nikzad (HELL TO PAY) an der Lead Gitarre. Herausgekommen ist wenig überraschend ein reinrassiges AOR Meisterwerk in bester britischer und skandinavischer Tradition. Schon die beiden megaeingängigen Rocker „Danger Zone“ und „Renegade“ machen Appetit auf mehr und wird sofort mit einem der besten AOR Songs der letzten Zeit voll bedient: „Big City Lights“ ist schon zu Recht als Single veröffentlicht. Die Zutaten für ein perfektes Menü sind bei allen Songs gegeben: grandiose Melodieverläufe, coole Riffs, interessante, abwechslungsreiche Refrains, perfekte, knackige Soli und die markante und auch gefühlvolle Stimme Strandell's. Die genretypische Balladenquote wird zweimal erfüllt: „Why Can’t You Feel My Love“ und das FOREIGNER – affine „Lay Down Your Arms“. 


Vergleiche kann man nur mit den Besten der Besten aus diesem Genre ziehen: ART NATION, BAD HABIT, WORK OF ART, H.E.A.T., PRIDE OF LION oder W.E.T. Da auf der Platte kein einziger Ausfall zu bemerken ist, wird auch kein Genreliebhaber enttäuscht sein.

 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (29.07.2021)

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