GARBAGE - No Gods No Masters

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VÖ: 11.06.2021
Bandinfo: Garbage
Genre: Alternative Rock
Label: BMG Rights Management
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Lineup  |  Trackliste

Mitte der 90er Jahre haben GARBAGE mit ihrer Mischung aus Alternative-Rock und Trip-Hop große Erfolge feiern können, doch ab der Jahrtausendwende ging es ihnen wie unzählig anderen Gruppen dieser Zeit, es folgte der Karriereknick samt einer längeren Auszeit, und schlussendlich kam es zur Neugründung in den 2010er Jahren. Auch auf dem siebenten Album „No Gods No Masters“ agiert die Band noch in ihrer Originalbesetzung, wobei bis auf Sängerin Shirley Manson tatsächlich alle Mitglieder schon die 60 überschritten haben (Gitarrist Duke Erikson wurde dieses Jahr sogar bereits 70 Jahre alt). 

Der energische Einstieg „The Men Who Rule The World“ klingt jedenfalls alles andere als pensionsreif und legt die Latte von Beginn an recht hoch, doch danach geht ihnen leider recht schnell die Kraft aus, und der Rest des Albums wird zu einer qualitativen Berg- und Talfahrt. „Wolves“ und „Godhead“ kommen dem Opener noch am nächsten, während „Uncomfortably Me“ und „Waiting For God“ schon beinahe unangenehm belanglos bleiben. Manchmal tauchen NINE INCH NAILS ähnliche Industrial Klänge auf („The Creeps“, "A Woman Destroyed“), „Flipping The Bird“ klingt wie die recycelte Version eines ihrer alten Hits, und am Ende findet sich mit „This City Will Kill You“ gar ein sphärischer Trip-Hop Song im HOOVERPHONIC Stil. 

Man kann GARBAGE auf alle Fälle nicht vorwerfen, sie hätten sich nicht um Abwechslung bemüht, aber ein musikalischer roter Faden hätte „No Gods No Masters“ durchaus gut getan. Die Deluxe Version enthält noch einige zusätzliche Bonus-Tracks und Coverversionen, doch auch diese Stücke können am zwiespältigen Gesamteindruck des Albums nichts mehr ändern.  



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: bender (02.08.2021)

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