LORNA SHORE - ...And I Return To Nothingness

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VÖ: 13.08.2021
Bandinfo: LORNA SHORE
Genre: Deathcore
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

Eigentlich wollte ich nicht schon wieder über Themen wie Loudness War, Produktion, Mixing und Mastering philosophieren, weil ich mir nunmal eingestehen muss, mich in diesen Gefilden bestenfalls durchschnittlich auszukennen. Doch: LORNA SHORE sind zurück. Mit einer neuen 3-Track-EP namens "...And I Return To Nothingness", die gleichzeitig den neuen Sänger Will Ramos in all seinen Facetten und die gesamte Band in ihrer finalen, definitiven Phase vorstellen soll. Das Theater um CJ McCreery, den Ramos beerbt, werde ich nicht erneut aufrollen (das kann man ganz entspannt hier nachlesen), aber das Thema Klang raubt mir schlichtweg den allerletzten für LORNA SHORE zugeteilten Nerv.

Warum? "...And I Return To Nothingness" klingt genauso grauenhaft wie das musikalisch bärenstarke "Immortal" und ist musikalisch mindestens genauso bärenstark. In anderen Worten: Die Diskrepanz zwischen dem grandiosen Talent der beteiligten Musiker und dem extrem anstrengenden Soundmatsch ist so gewaltig, dass mir lediglich Resignation als letztes Mittel bleibt. Ohne Frage: Will Ramos ist ein fabelhafter, würdiger Ersatz, gurgelt, keift, kotzt und würgt wirklich alles aus den Tiefen seines Körpers empor und erweitert die ohnehin schon hochwertigen wie abwechslungsreichen Kompositionen, die für die mittlerweile in Boxsets oder Special Editions so üblichen Bonus-CDs mit Instrumentals maßgeschneidert wären, um mehrere Dimensionen und macht damit ebenjene Bonus-CD wiederum obsolet, weil es ein Verbrechen wäre, auf diese fantastischen, durch und durch bösartigen Vocals zu verzichten. Doch ich kann mir das einfach nicht anhören, weil der Sound deutlich mehr Qual als Genuss ist. Und es ist ja nicht so, als gäbe es keine fähigen Soundingenieur:innen. Einzig man muss diese konsultieren wollen. Das ist eben die große Crux an LORNA SHORE: Ich erinnere mich an viele großartige Momente auf "Immortal", doch habe ich sie seit der Rezension kein einziges Mal mehr gehört. Selbiges Schicksal wird auch "...And I Return To Nothingness" ereilen. Schade um die geilen Songs.



Ohne Bewertung
Autor: Pascal Staub (09.08.2021)

WERBUNG: Hard
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