EVOKING WINDS - Towards Homestead

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VÖ: 10.08.2021
Bandinfo: EVOKING WINDS
Genre: Folk Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

"Towards Homestead" von den EVOKING WINDS erscheint am 10. August 2021 - zum zweiten Mal. Denn dabei handelt es sich um einen Remix der original Platte, die bereits 2008 erschien. Damals entstand es in Zusammenarbeit von Artyom Prishchepov und Ivan Sereda in Minsk, Belarus. Mittlerweile hat die Band weitere Mitglieder, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Daher wurde die Musik auch digital zusammengetragen und gemixed.

EVOKING WINDS ist geprägt von einer dunklen Atmosphäre, melancholischen Melodien und schnellen Drums. Fast etwas wie Black/Folk Metal. Allerdings ist das tragende Melodieinstrument ein Akkordeon bzw. der Sound eines Akkordeons über das Keyboard. Dadurch kommt auch ein kleines bisschen Pirate Metal hinzu, aber sehr wenig. Insgesamt hat mich EVOKING WINDS beispielsweise an WOLFHEART erinnert, die ich sehr gerne höre. Warum? Weil es auch hier schnelle Blast-Beat Drums und schwere Gitarrenriffs gibt, unterstützt von Melodien, die sich nicht aufdrängen.

Lyrisch sind EVOKING WINDS aber ganz klar im Folk angesiedelt. So geht es viel um osteuropäische Sagen und düstere Geschichten. Beispielsweise in "Arrows burial": "Arrow burial is an ancient ritual the people of Belarus followed to save them from death. The arrow symbolizes the lightning which is deadly itself but is also known as a weapon of Piarun, the supreme god of our people, who is the patron of thunder, kingsmen and war." schreibt die Band. "Oh Black Raven, Leave Me Be" ist laut der Band ein Song aus dem Zweiten Weltkrieg, den russische Soldaten auf dem Weg in die Schlacht gesungen haben sollen.

Generell ist in jedem Song ein Akkordeon zu hören, ab und zu gibt es auch Flöten und Streicher. Die zwei Sänger wechseln sich mit Screams und Growls ab und dazu gibt es schnelle Drums und schwere Riffs. Die Atmosphäre hat mich von Anfang an gepackt und mitgenommen. 

Fazit:

Die Lieder sind leider alle etwas kurz und so ist auch die Platte an sich schnell durchgehört und den Tracks fehlt etwas Tiefe. Nicht mal eine halbe Stunde geht das Album. Trotzdem gefällt mir die Musik sehr gut. Bei den Vocals würde ich mir noch mehr Growls statt Screams wünschen. Außerdem finde ich den Sound manchmal etwas stumpf gemischt - Melodien gehen einfach unter.

Da es die erste Aufnahme von 2008 leider nicht digital gibt, konnte ich leider keinen Vergleich zum jetzigen Remix erstellen. Aber eins ist klar: "Towards Homestead" wird sicherlich öfter bei mir laufen!

"Oh Black Raven, Leave me Be":

 

"Arrow's Burial":



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Sophia Brandt (10.08.2021)

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