EX DEO - The Thirteen Years Of Nero

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VÖ: 27.08.2021
Bandinfo: EX DEO
Genre: Epic Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

EX DEO haben sich, wie schon zum letzten, von Kritikern sehr gut aufgenommenen Release „The Immortal Wars“ ausreichend Zeit gelassen, um einen Nachfolger zu präsentieren. Ganze vier Jahre hat es wieder gedauert, bis das inzwischen vierte Werk der KATAKLYSM-Legionäre im römischen Reich erscheint - wobei inzwischen bis auf Fronter und Mastermind Maurizio Iacono und Giarrist Jean-Francois Degenais nur noch zwei Mannen der Stammformation mit an Bord sind. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten – EX DEO kleiden auf „The Thirteen Years Of Nero“ weiterhin römische Sagen und Geschichte in symphonisch-todesmetallische Klänge – jedoch kommt man nicht umhin zu bemerken, dass sich die Chose auf dem zwischenzeitlich vierten Album beginnt ein wenig totzufahren.

Das liegt aber weder an der Thematik, die sich (wie der Titel schon sagt) um die dreizehnjährige Herrschaft des römischen Kaisers Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus dreht, sondern vielmehr an der musikalischen Umsetzung, die bisweilen ein wenig hüftsteif wirkt. Wohl haben sich EX DEO auf dem neuen Album einen im Vergleich zum Vorgänger weniger verspielten, dafür aber derberen und straighteren Sound geklöppelt, doch diesem fehlt es unterm Strich trotz durchgängig hoher Qualität ein wenig an echten Höhepunkten. Grundsätzlich ist der erhöhte Härtegrad zwar begrüßenswert, zumal die symphonische Komponente (für die sich einmal mehr der Tastenmann von CARACH ANGREN verantwortlich zeigt) weiterhin präsent und passend das knackige Liedgut untermalt, doch die Songs an sich mögen nicht so zünden, wie man das von EX DEO gewohnt ist.

Am ehesten herausstechend ist hierbei noch der keifende Gastauftritt von Brittney Slayes (UNLEASH THE ARCHERS), der die bedrohlich grollende Walze „Boudicca (Queen Of The Iceni)“ veredelt, ansonsten schmiegen sich die Titel trotz ihrer Dramatik und ihres opulenten Klangs eher unscheinbar in den Gehörgang. Der simple, mitgrölfähige Refrain von „Imperator“ und auch der Chorus von „The Fiddle & The Fire“ können ein paar Akzente setzen, gleichwohl wie die ergreifende Opulenz von „Britannia: The 9th At Camulodonum“ etwas länger im Gedächtnis nachzuhallen vermag. Auch die Rhythmusarbeit in „Son Of The Deified“ weiß zu gefallen, aber insgesamt bleibt die Stimmung und die Dynamik, wie man sie von anderen Werken von EX DEO kennt, auf das gesamte Album gesehen etwas auf der Strecke. Es fehlt trotz der Brachialität an songwriterischen Ecken und Kanten, an denen sich der Hörer festhaken kann.

Das vierte Album von EX DEO ist damit nicht per se schlecht, hat aber eben auch kein Potenzial für einen Meilenstein und macht aus „The Thirteen Years Of Nero“ ein grundsolides, qualitativ hochwertiges Stück Todesbleis mit symphonischer Garnitur, das man problemlos am Stück hören kann, aber bei dem man sich letztendlich schwer tut, echte Catcher oder Höhepunkte auszumachen.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (26.08.2021)

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