ALASTOR - The Unholy Hordes

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VÖ: 07.06.2021
Bandinfo: ALASTOR
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Firecum Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

ALASTOR erfinden sich wieder mal neu. Die letzte große Änderung bei der Band war der Wechsel 2001, von englischer Sprache auf portugiesische, für ihr neues Album „The Unholy Hordes“ wurde der Sänger ausgetauscht und somit die Genrekarten neu gemischt. Mit der neuen prominenten Besetzung am Mikrofon zieht es die Band von Blackened Thrash in Speed-Metalgefilde, mal sehen, ob sich ALASTORs Fangemeinde das gefallen lässt.

Lex Thunder von TOXIKULL leiht ALASTOR seine Stimme, die er so einsetzt, wie man ihn noch nie zuvor gehört hat. Kein Grunzen, sondern Crossover-Gesang á la EVIL INVADERS dominiert in „Massacre Profano“. Ab und zu entfleuchen dem Herrn die hohen quietschfidelen Töne, er findet aber immer zum Sprechgesang zurück.
Der dreckige Black Metalsound an der Gitarre ist glücklicherweise erhalten geblieben. Bei „Ritos de Invocação” spürt man noch die musikalischen Wurzeln ihrer Vergangenheit. Außerdem werden hier Kopfstimmenduetts eingebaut, die im Kopf ordentlich dröhnen – meine Speed Metal-Herzklappen flattern vor Freude.
„Morte“ ist die gewaltigste Nummer von „The Unholy Hordes“. Thunder (Gesang) spuckt die hohen Töne raus, der Drummer schlägt auf die Trommeln ein wie von der Tarantel gestochen und das ist alles, was man die ersten Sekunden hört – ein perfekter Schlag in die Fresse.

Veränderungen sind eine riskante Sache, manchmal gehen sie furchtbar in die Hose, manchmal aber auch nicht, das kann man schwer vorhersagen, was tatsächlich eintrifft. Die Veränderung bei ALASTOR steht ihnen gut, die hohe Kopfstimme von Thunder verleiht „The Unholy Hordes“ einen Speed Metalcharakter, der mit offenen Armen begrüßt wird.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (09.09.2021)

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