THE HAWKINS - Aftermath

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VÖ: 03.09.2021
Bandinfo: THE HAWKINS
Genre: Rock
Label: The Sign Records / Cargo
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Und noch eine EP. Diesmal von meinen Lieblings-Garagen-Rock-Schweden THE HAWKINS. "Aftermath" ist ein Konzept-Minialbum, das sich lyrisch um die zerstörerischen Nachwirkungen vergangener Beziehungen dreht. Doch auch wenn man sich inhaltlich mit den fünf Phasen der Trauer im Kontext einer Beziehung, die in die Brüche geht, auseinandersetzt (Es gibt die Verleugnung, wenn man die Signale einer zerstörerischen Beziehung ignoriert. Es gibt die Wut auf das Märtyrertum der Selbstdarstellung und den wiederkehrenden Selbsthass, weil man ständig alles vermasselt. Feilschen und betteln, dass jemand anderes einem aus der Misere hilft. Und schlussendlich Depression als Ergebnis von fast allem und Akzeptanz des Loslassens.), THE HAWKINS wären nicht THE HAWKINS, wenn sie die ganze Schose musikalisch nicht, wie schon auf den Vorgängeralben, komplett auf links drehen würden und die durchaus ernsten Texte immer wieder mit regelrecht fröhlich-rockigen Melodien unterlegen würden.

Das beste Beispiel hierfür ist bereits der Opener "Turncoat Killer", der direkt mit partytauglichem Gute-Laune-Sound aufwartet. In eine ähnliche Kerbe schlagen auch das herrlich punkige "Fifty Try" und die ziemlich schräg daherkommende Singleauskopplung "Svääng".

"Jim And Kate" ist ein funkig-punkiger Teufelsritt mit einer genialen "Lalala"-Stelle im letzten Drittel. Erst mit "Cut Me Off Right" wird es auch musikalisch etwas ernster und dunkler. Gleiches gilt für den instrumentalen Titelsong und Albumcloser "Aftermath", der der Hörerschaft dann doch einen etwas nachdenklicheren Abgang mit Nachhall bereitet.

Fazit:

Einmal mehr liefern die Schweden eine runde Scheibe mit superber Musik, tiefgründigen Texten und dem intelligenten Spiel der Gegensätze ab. "Aftermath" macht definitiv Lust auf mehr - in diesem Fall auf ein weiteres, hoffentlich wieder vollwertiges Album! Bitte bitte.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (10.09.2021)

WERBUNG: Hard
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