BLOOD RED SAINTS - Undisputed

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VÖ: 06.08.2021
Bandinfo: BLOOD RED SAINTS
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Die letzte Scheibe der BLOOD RED SAINTS namens "Pulse" kam bei uns 2019 nicht unbedingt gut an (siehe Review hier ). Zweieinhalb Jahre später steht mit "Undisputed" der nächste Streich des englischen Melrock-Quartetts bereit.

Stilistisch hat sich - wie auch nicht anders zu erwarten - nicht wirklich viel geändert. Wem die Vorgängerwerke zugesagt haben und wer auch ein Ohr für seichtere BON JOVI und DEF LEPPARD offen hat, der könnte auch wieder Gefallen an dem neuen Werk finden.

"This Ain't A Love Song" (KEINE Coverversion des 1995er BON JOVI-Hits) startet mit einem bluesigem Touch im Midtempobereich. Diesmal ist der Sound des Promo-Downloads kein Drama wie beim letzten Mal, sondern ist durchaus als gutklassig zu bezeichnen.

"Love Like War" geht dann in reinrassigem AOR-Stil an den Start, der Refrain kann punkten und der Song kann auf der Habenseite verbucht werden.

"Heaven In The Headlines" ist die "Singleauskopplung", sofern man ein YouTube-Video zu dem Song noch als solche bezeichnen kann (CD-Singles gehören ja bekanntlich der Vergangenheit an). Das Stück ist zwar durchaus seicht, hat ein paar dezente DEF LEPPARD-Anleihen, gefällt aber ebenso.

             

Mit "Breathe Again" wird die Feuerzeug-Ballade ausgepackt, könnte auch von JON BON und seinen Kumpanen stammen, auch die Stimme klingt in dem Track durchaus nach der ehemaligen New-Jersey-Fönwelle.

"Caught in The Wreckage" zieht das Tempo wieder mehr an, auch hier gibt es wieder einen Ohrenschmeichler-Refrain, welcher AOR-Freunden einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lassen wird.

"Karma" geht wieder gediegener zur Sache, eine smoothe Halbballade, die vom flotten Smasher "Come Alive" abgelöst wird. Hier würde ich mir dann doch wieder etwas knackigere Gitarren wünschen als die abgeschliffenen Kanten allerorten. 

"Alibi" läutet das Schlussdrittel der CD etwas unspektakulär ein, der nachfolgende Titeltrack wird von einem (zu langem) Intro eingeläutet. Hier sind die Gitarren wieder etwas prägnanter und die 80er  BON JOVI geben sich die Hand mit DANGER DANGER zu Debutalbum-Zeiten.

"Complete" ist vom Zuckergehalt eher die Überdosis, das ist doch eine etwas zu süßliche Herz-Schmerz-Ballade geworden.

"All I Wanna Do" (auch KEIN HEART-Cover!) entlässt einen etwas langatmig aus "Undisputed", hier wäre noch einmal ein richtig flotter Abschlusskracher angesagt gewesen, von deren Sorte doch etwas zu wenig vorhanden sind.

Die nach einem US-Speedway-Team benannten UK-Rocker liefern mit "Undisputed" dennoch ein gutklassiges Album ab, welches nach den letzten Releases bei AOR-Heaven diesmal wieder bei Frontiers Records erscheint.

Weit entfernt von spektakulär reicht es für "Undisputed" dennoch zu guten drei Punkten.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (15.09.2021)

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