VEGA - Anarchy and Unity

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VÖ: 17.09.2021
Bandinfo: VEGA
Genre: Melodic Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Selbst wenn das englisch-italienische Verhältnis beim EM Finale etwas gelitten hat, die englisch-italienische Freundschaft in Sachen Rockmusik ist und bleibt hoffentlich noch lange intakt. Damit meine ich unter anderem die langjährige Verbundenheit von Frontiers Records mit den Britrockern VEGA, die mit ihrem neuem Studioalbum einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere setzen. Mangelnden Fleiß kann man VEGA nicht vorwerfen, ist doch „Anarchy And Unity“ das bereits siebte Album (plus „Now That's what I Call Vega“, ein Demo-Album, das nur auf Konzerten der Band verkauft wird). Kann in zehn Jahren das Top Niveau gehalten werden, weil großer Fleiß, muss nicht mit immer mit Qualität zusammenhängen? Die eindeutige, schlichte Antwort lautet: ja! 
Was gibt es Neues im Hause Workman, Martin und Co? Zum zweiten Mal gibt's eine Änderung im Line-Up: Billy Taylor (ex-INGLORIOUS) an den Gitarren und Pete Newdeck (NITRATE, MIDNITE CITY) am Schlagzeug. Hörte man beim letzten Output „Grit Your Teeth“ auch einige ungewöhnlichere Töne (funky Beat, Bluesanleihen, ein Song der groovt und swingt), so gibt’s 2021 wieder 100% VEGA auf dem gewohnt höchsten Level. Im Vordergrund stehen immer die schönen Melodien, tollen Hooklines, gepaart mit tollen Riffs, die VEGA-typischen Chöre und die überragenden, nie langweiligen, abwechslungsreichen Refrains, mit nur einem Motto: straight forward. Typisch dafür der unglaublich dynamische Opener „Beautiful Lie“ oder die erste Single „Sooner Or Later“ („A Slap in the Face“, wie Nick Workman kommentiert).

Auch Songs mit leichtem AOR-Touch („End Of The Fade“, „Ain't Who I Am“) sind vertreten, ohne an Energie zu verlieren. Vor allem die Instrumentalfraktion trägt mit ihrer Perfektion und Spielfreude wieder zum Erfolg bei und Frontman Nick Workman besitzt bekanntlich eine der ausdrucksstärksten Stimmen der Gegenwart, kraftvoll und mit hohem Wiedererkennungswert. Überragend auch die Soli von Marcus Thurston, besonders beim Übersong „Live For Me“. Dieser beginnt traditionell mit elektrischer Gitarre um gleich in eine typische Akustik Piano – Ballade überzugehen, dann bei Bridge und Refrain mit Schlagzeug. Den Höhepunkt bildet hierauf ein knackiges Up-Tempo Solo von Thurston, um dann wieder im behaglichen Balladentempo abzuschließen. 
Wieder hat sich weder ein schwacher noch ein mittelmäßiger Song eingeschlichen, daher ist „Anarchy And Unity“ erster Anwärter auf das Album des Jahres. Nach meiner bescheidenen Meinung gehören VEGA zu den besten Bands aller Zeiten!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (16.09.2021)

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