BLOODBEAT - Process of Extinction

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VÖ: 18.06.2021
Bandinfo: BLOODBEAT
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Inverse Records
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Lineup  |  Trackliste

Berlin ist nicht die erste Adresse, wenn man guten Thrash Metal hören will, das heißt aber nicht, dass es dort keinen gibt. BLOODBEAT zählen zu den wenigen heimischen Bands, die sich in den Vordergrund drängen und geben Metallern, mit „Process To Extinction“, einen triftigen Grund die Metalszene in der deutschen Hauptstadt auszuchecken. Raffiniert und akribisch getimte Gitarrenriffs machen einem den Death Thrash Leckerbissen schmackhaft. Bon Appétit!


Die Übergänge zwischen Thrash und Death sind bei BLOODBEAT fließend, eine Verbesserung, wenn man das Album mit „Murderous Art“ vergleicht. Beim Vorgänger werden die Nummern sofort mit Doublebass oder Blastbeats eröffnet, bei „Rigor Mortis“ und „Creative Murder“ geht die Band raffinierter vor. Anstatt gleich in die Vollen zu gehen, gibt es Einstiege im Midtempo und steigern sich immer weiter hinein.


BLOODBEAT achten stets auf ein gutes Mischverhältnis zwischen den beiden Subgenres, „Beyond Skeleton“ fängt Death Metallastig an und endet in einem Thrash Metalgewitter mit einem fetzigen Gitarrensolo á la Kerry King (SLAYER). „Intention To Kill“ ist ähnlich aufgebaut, nur das der Wechsel zwischen den Subgenres häufiger vorkommt, eben ein gesunder Mix aus beiden Welten.
Was man ebenfalls bis aufs Mark zu spüren bekommt sind die groovigen Einlagen, die überall im Album zu finden sind. Die Nummer „Rigor Mortis“ klingt wie eine Anspielung auf die alten Thrasher der Achtziger, hat aber mit ihr nicht viel gemein. Jedenfalls ein Lied, voll von groovigen Riffs, die einem nicht erlauben, den Kopf still zu halten. Eine negative Kleinigkeit gibt es trotzdem, zum Schluss wird ein letztes Mal der Rhythmus gewechselt, der holprig klingt und beim Zuhören eher Verwirrung als ein passendes Ende stiftet.

Geschmeidig, raffiniert und groovig, so lässt sich „Process To Extinction“ gut beschreiben. BLOODBEAT haben sich deutlich gesteigert und viel mehr Gedanken gemacht, wie Thrash und Death am besten verschmolzen werden kann. Wenn man die übertrieben oft eingesetzten Schreie bei „Creative Murder“ oder das seltsame Ende bei „Rigor Mortis“ anhört, wirkt das Album nicht perfekt, aber das ist schlussendlich Korinthenkackerei meinerseits.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (04.10.2021)

WERBUNG: Hard
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