SEPULTURA - Sepulnation - The Studio Albums 1998 - 2009

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VÖ: 22.10.2021
Bandinfo: SEPULTURA
Genre: Thrash Metal
Label: BMG Rights Management
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Lineup  |  Trackliste

Nach dem Split von Max Cavalera hatten es SEPULTURA vor allem in den ersten Jahren mit Derrick Greene am Mikro alles andere als leicht. Zu präsent war der übermächtige Schatten des einstigen Frontmanns. Max stand kreativ noch dazu voll im Saft. Vor allem "Primitve", "3" und "Prophecy" seiner neuen Band SOULFLY konnten Heerscharen an Fans begeistern.

Dass SEPULTURA in dieser Zeit alles andere als untätig waren zeigt als erstes das Epos "Against". Die aufwändige Produktion, und die stilistisch vielschichtige Ausrichtung knüpft an den Geist von "Roots" an. Noch weniger Metal, mehr Hardcore und ein konsequentes Fortführen der Tribal-Elemente stießen jedoch nur bedingt auf Gegenliebe während "Soulfly" in den USA Gold einheimste. Dennoch stellen gerade die ersten vier Songs, oder der Vorschlaghammer "Hatred Aside" (mit Jason Newsted) die Entschlossenheit der Band vortrefflich zur Schau.

"Nation" besticht durch kompakteres Songwriting und harte Grooves. Die Klasse des Longplayers wurde leider auch hier verkannt, da sich viele immer noch die Max-Zeiten zurückwünschten, bzw. sich schwer taten den Brasilianern die Abkehr vom reinen Metal zu verzeihen. Mit einer gewissen Offenheit offenbart sich jedoch die Qualität der Platte, und man kann sich dem Reiz vieler Songs wie z.B. "One Man Army" oder "Uma Cura" nur schwer entziehen.

Andreas Kisser und seine Mitstreiter standen immer für größtmögliche Glaubwürdigkeit, so auch auf "Roorback" von 2003. Die nun im Boxset enthaltene, relative rare "Revulsongs"-EP macht riesigen Spaß ("Messiah" von HELLHAMMER besonders crusty und urwüchsig), und bei Granaten wie "Come Back Alive" und "Apes Of God" darf sich wirklich niemand beschweren. Greene etabliert sich zum dritten in Folge als einer der mächtigsten Shouter der Szene.

"Dante IXX" und "A-Lex" sind die ersten richtigen Konzeptalben des Quartetts, auch wenn z.B. bereits "Nation" einen deutlich sichtbaren, roten Faden aufwies. Die Werke erschließen sich tatsächlich weniger über einzelne Songs, denn als Gesamtwerk. Von Vorteil dürften auf jeden Fall Grundkenntnisse über die "Göttliche Komödie" bzw. "Clockwork Orange" sein. Dann jedoch unterhält das Eintauchen in die atmosphärisch dichten Liedsammlungen umso mehr. Die richtige Wahl für lange Herbst- und Winterabende unter dem Kopfhörer.



Ohne Bewertung
Autor: Sandy (29.10.2021)

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