ARCHSPIRE - Bleed The Future

Artikel-Bild
VÖ: 29.10.2021
Bandinfo: ARCHSPIRE
Genre: Progressive Death Metal
Label: Season of Mist
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

ARCHSPIRE haben es in ihrer doch schon zehnjährigen Karriere immer wieder geschafft, gute Alben herauszubringen. Stilistisch hat sich in der Zeit nicht allzu viel geändert – die Jungs haben ja einen Ruf als „fastest band in Metal“ zu verteidigen, da ist nicht davon auszugehen, dass die Kanadier das Tempo mal runterschrauben wollen.

Im Grunde bedeutet das, dass man die Reviews zu „The Lucid Collective“ und „Relentless Mutation“ mehr oder weniger eins zu eins kopieren könnte. Wieder wimmelt es auf dem Album nur so von Hammer-Songs: Egal ob das der Opener (und erste Single) „Drone Corpse Aviator“ ist (gleich mit Vollgas voraus, danach kommen aber immer wieder kurze Start-Stop-Pausen und wieder ruhige Akustik-Sounds, das folgende „Golden Mouth Of Ruin“ (eher groove-lastig bevor der Instrumentalwahnsinn startet), die mit feinsten Gitarren-Lines glänzenden „Abandon The Linear“ und „Bleed The Future“, das düster-groovende „Acrid Canon“…

Im Vergleich zu den Vorgänger-Alben ist die Dynamik noch etwas gesteigert worden, die Vollgas-Parts sind öfter mal zugunsten von ruhigeren Passagen zurückgenommen worden, was dem Album durch diese Verschnaufpausen noch einmal ganz guttut. Die Vocals von Oli sind noch immer im Presslufthammer-Style vorgebrachte Growls, die Instrumentalfraktion zeigt mal wieder was sie drauf hat (und auch Basser Jared Smith hat bei „Abandon The Linear“ einen kurzen, aber feinen Solo-Part).

Der Kritikpunkt der letzten Alben ist und bleibt halt der Schlagzeugsound, wobei bei solchen Geschwindigkeiten einen halbwegs organischen Sound zusammenzukriegen wohl schwer ist. Diesmal ist der Sound gefühlt etwas weniger klinisch als sonst, so richtig begeistern kann er jedoch nicht. Damit ist auch die Bewertung von „Bleed The Future“ eins zu eins aus den Vorgänger-Alben kopierbar: geiles Album mit kleinen Schönheitsfehlern lassen ARCHSPIRE wieder an der Höchstnote kratzen, ganz erreicht haben sie sie allerdings nicht.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Luka (26.10.2021)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE