BE'LAKOR - Coherence

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VÖ: 29.10.2021
Bandinfo: BE'LAKOR
Genre: Melodic Death Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Ein paar Sachen kommen in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre wieder: eine Sonnenfinsternis, das Versagen der österreichischen Fußballnationalmannschaft bei oder vor einem Großereignis und eine gute neue Platte von BE’LAKOR. Nach dem Klassiker „Of Breath And Bone“ (2012) und dem ebenso starken „Vessels“ (2016) steht jetzt mit „Coherence“ das nächste Album der Australier am Start.

Und eigentlich gibt es zu „Coherence“ das gleiche zu sagen wie zu den Vorgängern: ganz feiner, songtechnisch progressiver Melodic Death ist es, was der Fünfer draufhat und von dieser Formel wird nicht abgewichen. Das wird schon beim Opener „Locus“ offensichtlich, wo nach einem bedächtigen Start bald einmal eine schnelle Doublebass-Sektion kommt, bevor wieder ein für BE’LAKOR typischer melodischer Midtempo-Part kommt und am Ende wird wieder das Gaspedal gedrückt.

Abgesehen von den drei (!) Instrumentals (das düster-sanfter „The Dispersion“, das an INSOMNIUM erinnernde „Sweep Of Days“ und das atmosphärische „Indelible“) halten sich auch die restlichen Songs an diese Formel. Standard-Abläufe mit Strophen und Refrain sind BE’LAKOR ziemlich wurst, sie schaffen eher kurze eigenständige Parts, die sich dann zusammen zu den epischen Song-Längen von bis zu zehn Minuten addieren. Das macht es natürlich etwas schwerer, den roten Faden zu finden, allerdings schaffen es die Australier, trotzdem die Songs wie aus einem Guss klingen zu lassen. So etwa auch bei „Valence“, das mit einem bärenstarken Hauptriff und unterschiedlichen Variationen punktet.

Was „Coherence“ im Vergleich zu den Vorgängern etwas abfallen lässt, ist diesmal die Tatsache, dass die drei Instrumentals zwar nettes Beiwerk sind, aber im Vergleich zu den echten Songs halt nicht so prägnant bleiben. Andererseits schaffen es BE’LAKOR wieder, bei fast jedem Song zumindest ein Riff einzubauen, das einem unbarmherzig im Kopf hängen bleibt. So gesehen kann man sich auf BE’LAKOR verlassen – was man von der Fußball-Nationalmannschaft nicht behaupten kann.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (22.11.2021)

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