ANMESSIA ETERNA - Malditos

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VÖ: 30.07.2021
Bandinfo: AMNESSIA ETERNA
Genre: Thrash Metal
Label: Brutal Records. US
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Lineup  |  Trackliste

In Südamerika tut sich wieder was. Die chilenische Band AMNESSIA ETERNA zeigt ihre Schlangenbeißerchen und versprühen mit „Maldito“ Gift in der Thrash Metalszene. Ihr Album ist eine solide Arbeit, ohne Soundeffekt-Firlefanz, das mit dynamischen Liedern und sauberer Produktion punktet. Eingefleischte Fans des Subgenres werden Parallelen zu METALLICA entdecken, aber keine falsche Skepsis, denn das ist von AMNESSIA ETERNA gewollt.


Die Chilenen haben auf eine klassische Thrash Metal Komposition mit wenig Effekten gesetzt. Soundtechnisch erinnert das Ganze an METALLICAs Master Of Puppets und die Umsetzung steht dem Klassikeralbum wenig nach.
Aufbautechnisch sind klare Strukturen zu erkennen, bei „Initium“ zum Beispiel, wird der Druck erhöht, wenn es passt und gibt dem Metaller genug Pausen zum Verschnaufen. Das Lied schmiegt sich so angenehm ans Öhrchen, dass man mit respektvollem Headbangen nur zustimmen kann.

Wenn man an Wah-Pedal denkt, kommt einem Kirk Hammett von METALLICA in den Sinn. AMNESSIA ETERNA verwenden die Tretpedale genauso gerne und wird in „Falso Predicador“ an seine Grenzen gebracht. Beim Gitarrensolo des Lieds jault die E-Gitarre vor sich hin, als gäbe es kein Morgen - da lässt Kirk „Whammit" schön grüßen.


Was nicht rund läuft ist die Basstrommel im Song „Malditos“. Er zählt zu den schnelleren Nummern des Albums und Sepúlveda (Schlagzeug) malträtiert sein Instrument on time, trotzdem ist der Sound ein wenig dumpf. An den Stellen, wo man einen ordentlichen Wumms von der Basstrommel erwartet, kommt nur ein lauer Klopfer heraus. Schade aber leider nicht das Gelbe vom Ei.


AMNESSIA ETERNA haben ein Ziel vor Augen gehabt und es mit Bravour erreicht, „Malditos“ ist eine schlichte Produktion und klingt lupenrein- besonders bei meinem persönlichen Favoriten „Infierno“ feiere ich das. Die Band überzeugt mit ihrem bewusst gewählten nostalgischen Charme, auch wenn der Schlagzeuger lauter knallen hätte können.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (26.11.2021)

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