EMISSARY OF SUFFERING - Mournful Sights

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VÖ: 24.09.2021
Bandinfo: EMISSARY OF SUFFERING
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Cold Knife Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Wer ist das schwedisch-deutsche Duo, das so viel Lärm macht? EMISSARY OF SUFFERING heißt es und haut mit gekonntem Wumms auf die Kacke. Ihre Liste der Bands, wo sie mitgewirkt haben ist lang und die gesammelten Erfahrungen sind ihnen zugutegekommen. "Mournful Sights" klingt nach einem Album, von dem man ruhige, depressive Musik erwarten würde, ist aber nicht der Fall: harte Schlagzeugbeats und raffinierte Riffs in herrlicher Symbiose sind einer der Vorzüge der Band - und noch vieles mehr. Schnallt euch an, es wird wild.


"Mournful Sights" wird vom hauseigenen Label Cold Knife Records promoted und ist im Alliance Studio produziert worden. Das Debüt von EMISSARY OF SUFFERING ist ein dynamischer Brocken, der in Höllengeschwindigkeit zum Rollen gebracht wird.

Die Aufnahmen der Vocals und Drums stammen von ein- und derselben Person: nämlich Rasmusson.  Er hat ein gutes Verständnis dafür, wie man aggressives Growling in Szene setzt. Mit viel Power in der Lunge, die an ein bisschen an die Gesangskünste des MESHUGGAH-Frontmanns Jens Kidmann erinnert, werden Verse ins Mikro gerotzt und das on Point: sei es zu Blastbeats oder Offbeats, der Sänger weiß, was dazu passt und treibt die Stimmung ins Unermessliche.  Hier bilden „Total Void“, „Privilege“ die Aushängeschilder der Vocal-Drum-Symbiose.

Die jahrelange Erfahrung, die die Herrschaften von früheren Bandprojekten mit sich bringen (bei ANCHOR KING, APATHY, GUST, HERETOIR, DISAVOW, OPHIS, uvm.), haben Groth und Rasmusson dabei geholfen, ein Gefühl für musikalische Härte zu entwickeln. Sie sind wie ein Herz und eine Seele, die in Harmonie die Brutalität zum Ausdruck bringen. Die Riffs, in Kombination mit den Schlagzeugbeats, wie in „Rope“, erzeugen dermaßen Druck, der den Metaller unweigerlich in die Knie zwingt.

In langsamen Gefilden gibt es unruhige Spannung mit Gänsehautpotenzial: wird das Tempo für kurze Zeit reduziert, wie zum Beispiel in „Mournful Sights“, gibt es kurz und präzise getimtes Trommelgewitter, worüber klirrende Melodien gespielt werden. „Cura Animarum Suprema Lex“ ist die Speerspitze der Death Thrashgewalt, wo die Stimmung - gleich zu Beginn - an die Grenze des Wahnsinns getrieben wird.


Es ist dynamisch, es ist aggressiv, es ist schnell: mehr kann man von einer Death Thrash-Formation nicht erwarten. Mit "Mournful Sights" klatschen EMISSARY OF SUFFERING einem ein Debüt ans Ohr, das nicht besser produziert werden hätte können. Das erfahrene Musikerduo ist aufeinander eingespielt und bringen es auf brillante Weise zur Geltung. Chapeau an die Band – möge sie uns ewig erhalten bleiben.

 



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (29.11.2021)

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