LA JARRY - Precious Time

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VÖ: 12.11.2021
Bandinfo: LA JARRY
Genre: Rock
Label: Jamie Records
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Lineup  |  Trackliste

LA JARRY, ein französisches Rock-Quartett aus Orléans, hat vor kurzem mit "Precious Time" den vierten Longplayer der Karriere vorgelegt. In der persönlichen Online-Bio charakterisieren sie sich als Band, die energiegeladenen Rock/Punk performen und für ihre catchy Choruses bekannt sind. Außerdem wurde das Album von David Bottrill (MUSE, SMASHING PUMPKINS,...) gemixt, von Brian Lucey gemastered (MARILYN MANSON, OASIS,...), man arbeitete mit PETER GABRIELs Team zusammen und der Song "Hollywood" wurde in den Abbey Road Studios aufgenommen, die man natürlich von den BEATLES kennt. Ganz schönes Name-dropping praktizieren die Jungs da. Entweder wollte man wirklich nichts dem Zufall überlassen oder die klingenden Namen sollten die fehlende Qualität kaschieren - wir werden es rausfinden. 

"Precious Time" umfasst elf Songs, ist mit einer Lauflänge von knapp 33 Minuten aber relativ kurz gehalten. Geboten wird dem Stromgitarrenfan gut gemachter, erdiger Rock, ohne große Überraschungen und große Experimente. Mal etwas rauer, mal etwas sanfter. Gediegenes Mittelmaß. Man muss schon ein wenig graben, um die eine oder andere Überraschung zu finden. "No Show" zum Beispiel beginnt ziemlich unspektakulär, bietet aber in der zweiten Hälfte einen interessanten Part und endet mit einem Piano-Fade-Out. "Hollywood" versprüht starke Punk-Vibes, ist kurz und knackig und macht Spaß. Bei "Haunted" sticht die Rhythmus-Fraktion raus. Facettenreiches Drumming und eine feine Bass-Spur bleiben hier hängen. Der Refrain nimmt Anleihen an U2 und versucht größer zu wirken als er eigentlich ist und bei "Up To You" hat man sich allem Anschein nach von den RED HOT CHILI PEPPERS inspirieren lassen.

Fazit: LA JARRY legen hier ein solides Rock-Album vor. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Rad wird nicht neu erfunden und es gibt keine wirklichen Ausreißer. Sowohl nach oben als auch nach unten. Ein Album, das einem beim Anhören nicht die Ohren bluten lässt, aber langfristig wohl auch keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (01.12.2021)

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