CROM - Into The Glory Land

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VÖ: 03.12.2021
Bandinfo: CROM
Genre: Viking Metal
Label: From The Vaults
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Seit der ersten CROM Veröffentlichung, der EP "The Fallen Beauty", ist Bandchef Walter Grosse ein Garant für die besondere Mischung aus Wikinger Stahl a la BATHORY und epischem Power/Heavy Metal mit melancholischen Einschlag. Die drei bislang veröffentlichten Longplayer "Vengeance" (2008), mein persönlicher Favorit "Of Love And Death" (2011 mit der Überhymne "Lifetime") und "When Northmen Die" (2017) konnten allesamt mehr als überzeugen und machen CROM zu einer absoluten Ausnahmeband.

Jetzt, vier Jahre, nach dem letzten regulären Studioalbum geben CROM wieder ein Lebenszeichen in Form ihrer zweiten EP "Into The Glory Land" von sich.

Und glorreich sind die zwei neuen der insgesamt fünf enthaltenen Tracks in der Tat. Der Opener und Titelsong prescht mit unglaublich viel traditionellem Heavy Metal voran, ohne dabei auf die liebgewonnenen CROM Trademarks, wie epischen Pathos und große Melodien zu verzichten. Und auch Walters Stimme weiß einmal mehr zu verzaubern und zu beeindrucken. Gleiches gilt für "Riding Into The Sun". Das Stück ist ein Epic Metal Kracher vor dem Herrn, und man wünscht sich sofort mindestens eine Handvoll mehr dieser göttlichen Hymnen. 

Mit Titel Nummer Drei wagen sich CROM an eine Coverversion des von Jennifer Lawrence gesungenen Filmsongs "The Hanging Tree" aus dem Streifen "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1" aus dem Jahr 2014. Das im Original recht nachdenkliche, klassisch-orchestral arrangierte Stück wird von Walter und seinen Mitstreitern in einer episch-akustischen, Gänsehaut verursachenden Version adaptiert, die den Song tatsächlich an die Lagerfeuer der alten Wikinger teleportiert. 

Ebenfalls akustisch und mindestens genauso ergreifend wie "The Hanging Tree" ist "Wings Of Fire" die stromgitarrenfreie Variante des mächtigen Viking Metal Krachers vom CROM Debüt.

Den Abschluss der EP bildet ein weiteres Cover, diesmal stammt der Song von den großen Vorbildern BATHORY höchstselbst. "Song To Hall Up High" stammt vom "Hammerheart" Album aus dem Jahr 1990 und ist im Original eine zweieinhalbminütige Akustiknummer. CROM bleiben, sicher auch aus Respekt, nah bei der BATHORY-Version, verdoppeln aber die Laufzeit und verleihen dem Stück so eine ungeheure epische Breite, während Walter durch seinen unglaublichen Gesang "Song To Hall Up High" zusätzlich adelt. Was für ein großartiges Finale eines so kurzen wie grandiosen Appetithappens! Hoffen wir, dass CROM uns auf das nächste Full Lenght Album jetzt nicht erneut vier Jahre warten lassen! 

 



Ohne Bewertung
Autor: Ernst Lustig (08.01.2022)

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