Kamelot - The Black Halo

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VÖ: 14.03.2005
Bandinfo: KAMELOT
Genre: Power Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wie machen KAMELOT das nur? Von allen sieben Alben, die die Amerikaner in den vergangenen 11 Jahren veröffentlicht haben, findet sich keines, das auch nur annähernd schlecht wäre. Mehr noch, auf all diesen Alben findet sich kaum ein Song, den man als Füller bezeichnen könnte. Diese ebenso schöne wie einzigartige Tradition findet im neuesten Longplayer "The Black Halo" seine Fortsetzung. Das Album ist gewissermaßen der zweite Teil des 2003er Albums "Epica", da es sich thematisch neuerlich um Geothe´s "Faust", und dessen (freie) musikalische Interpretation handelt.

Wie also machen das KAMELOT, daß sie wieder ein Album gezimmert haben, welches sowohl vergleichbare Releases anderer Bands, als auch sogar die bereits großartigen eigenen Vorgängeralben um Welten schlägt? Nun, zunächst einmal haben es mehr denn je geschafft, unheimlich komplexe Nummern zu schreiben, die zugleich so extrem eingängig sind, daß sie bereits beim ersten Hördurchgang im Gehirn festsetzen. Zugleich sind die Songs auf "The Black Halo" immer noch weit davon entfernt, überladen oder zugekleistert zu wirken. Und das, obwohl natürlich wieder massenweise Keyboards vorhanden sind, diesmal gespielt von keinem Geringeren als Tastenderwisch Jens Johansson (STRATOVARIUS). Als weiteren Gast haben KAMELOT Shagrath (DIMMU BORGIR) ins Studio geladen, der als böse keifender Mephisto  in zwei Nummern auftaucht. Das genialste Beispiel dafür ist gleich der Opener, "March of Mephisto". Majestetisch, stampfend, ungewöhnlich - und trotzdem irgendwie ganz typisch KAMELOT. Doch das ist erst der Beginn, Höhepunkte finden sich auf "The Black Halo" zuhauf. Vor allem die ersten vier Songs sorgen für eine permanent offene Kinnlade. Grandios ist auch EPICA-Frontfräulein Simone Simons, die mir vor allem auf "The Haunting (Somewhere In Time)" immer wieder Gänsehaut über den Rücken laufen läßt.

Über diese CD könnte man ewig weiterschreiben - am Ende läuft es aber auf ein einziges Wort heraus: Kaufen! "The Black Halo" ist ein Blindkauf für jeden, der auf epischen, symphonischen und progressiven Metal steht. Ohne wenn und aber!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: adl (05.03.2005)

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