HELLFROST AND FIRE - Fire, Frost And Hell

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VÖ: 18.03.2022
Bandinfo: HELLFROST AND FIRE
Genre: Death Metal
Label: Transcending Obscurity Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

HELLFROST AND FIRE ist nicht nur eine neue Band, sondern eine Band mit Starbesetzung. BENEDICTION- Frontmann Dave Ingram ist in Old School Death Metalkreisen ein bekanntes Gesicht und fährt volles Programm im Achtziger-Jahre-Stil ab. Ihr Debüt „Fire, Frost And Hell“ ist ein blutiges Massaker mit sägenden Gitarren und wuchtigen Trommelschlägen.

Der gute, alte Drumsound vergangener Zeit wird hier zelebriert und knallt auf den Ohren mit explosivem Wumms. Wenn in „Across The Bridge Of Tyrants“ die Doublebeats in die Trommeln geklopft werden, dann müssen Köpfe rollen. Ruvos hält nichts von Blast Beats, alles, was er braucht sind heftige Beckenschläge und das kann man ihm nicht übelnehmen.


Für die Solos gibt es einen Gastauftritt des Saitenquäler Scott Fairfax, der bei anderen Projekten wie AS THE WORLD DIES und MEMORIAM Mitglied ist. Sein Tribut zu „Fire, Frost And Hell” ist nicht groß, dafür zeugt es von Qualität vom Feinsten. An und für sich sägen sich die Gitarristen in Liedern wie „Legion Of Hellfrost And Fire“, „Meridian´s Acquisition“ und „The Lost King And The Heir Apparant“ gut durch Gliedmaßen, aber den absoluten Gnadenstoß bekommt von Fairfax Solos verpasst. Wunderbar.


Ein blutiges Massaker, was die Herrschaften hier veranstalten, besonders die Vocals des Frontmanns Ingram haben es in sich. Eigentlich ist der alte Haudegen ein schnelleres Tempo von BENEDICTION gewöhnt, findet sich aber in langsamen Gefilden ebenfalls gut zurecht. Das langsame Tempo in „Sonance Of The Swords“ verleiht seiner Stimme einen Charakter, der CELTIC FROST-Vibes, mit sich bringt. Das macht Laune und lässt Ingrams altbekannten Gesangstil in einem neuen, düsteren Licht erstrahlen.
Apropos CELTIC FROST, „Black Secrets In The Splintering Walls” klingt dem Schrei, der in „Morbid Tales“-Intro verwendet wurde, ziemlich ähnlich. Mich würde es nicht wundern, wenn HELLFROST AND FIRE den absichtlich als kleine Referenz zur legendären Schweizer Band eingebaut haben - und sieht man sich das Albumcover von „Fire, Frost And Hell“, das dem Symbol von "Morbid Tales" gleicht, an, kommt meine Annahme nicht von irgendwo daher.


„Within And Without The Emperor´s Frontier” ist das einzige Lied, das rhythmisch aus der Reihe tanzt. Der Schlagzeuger bedient sich gründsätzlich an Offbeats, aber gelegentlich juckt es Ruvo in seinen flinken Beinchen, das er nur durch kurze Trommelsalvenattacken loswird. Die Abwechslung ist ideal, weil danach geht es mit dem Doubleat-Programm wie gehabt weiter und ändert sich kaum. Hätte man die Rhythmik-Mischung in anderen Liedern öfters eingesetzt, wäre es auch nicht verkehrt gewesen.


Dave Ingram ist fleißig am Arbeiten, zuerst ein neues BENEDICTION Album, danach ein Debüt mit seinem Nebenprojekt – der alte Mann kennt keine Pause. Die versprochene Musik im Achtziger Death Metalstil ist kein Marketinggag sondern Realität - und das zur Freude der Undergroundcommunity. Wer sich von CELTIC FROST´s Musik schon die Ohren gerne malträtieren lässt, der wird „Fire, Frost And Hell“ als neues Folterinstrument in sein schwarzgefärbtes Herz einschließen können.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (16.03.2022)

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