BÂ'A - Egrégore

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VÖ: 25.03.2022
Bandinfo: BÂ'A
Genre: Black Metal
Label: Osmose Productions
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Lineup  |  Trackliste

Dass Osmose Productions auch und gerade ein gutes Händchen für hochwertiges musikalisches Schwarzwurzel-Gemüse haben, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Aus diesem Grund wanderte auch die mir bis dato unbekannte Black Metal Kappelle BÂ'A relativ ungeprüft in mein Promo-Körbchen. Und siehe da, auf Osmose kann man sich einmal mehr verlassen.

BÂ'A stehen für klassischen, melodischen Black Metal meist französischer Spielart a la DEATHSPELL OMEGA oder auch und vor allem SETH. Anspruchsvoll und abwechslungsreich sind die treffenden Schlagworte für das Schwarzheimer-Trio. 

Die sechs Stücke auf "Egrégore" präsentieren sich recht unterschiedlich. Der Opener "In Umbra et Luce" startet mit einer atmosphärischen Einleitung und Spoken Words Sample. Als der Sturm dann losbricht, erinnert der Track an die skandinavischen Vorreiter der großen 90er Jahre. Außerdem wohnt dem Stück auch diese bestimmte hypnotische Monotonie inne, die durch die permanente Wiederholung des Hauptmotives erzeugt wird. Dies und die gregorianischen Klänge am Ende lassen "In Umbra et Luce" schon beinahe sakral wirken. 

"Domitor" ist ein flirrender Black Metal-Sturm mit großartiger Melodie, der nicht nur im letzten Drittel eine kurze Verschnaufpause genehmigt. "Bellum" hingegen weist diesen ganz bestimmten unverkennbaren Underground-Gitarrensound auf, der in Verbindung mit der exzellenten Hookline und den geradezu verzweifelt klingenden Shouts und Screams ein berauschendes Hörerlebnis bietet.

"Fames" schleppt sich dunkel und behäbig aus den Boxen, während "Obitusque" wieder nordisch geprägt pfeilschnell und mitreißend in die Gehörgänge fliegt, begleitet von äußerst abwechslungsreichem Gesang. Auch der getragene Mittelteil weiß absolut zu gefallen. "Fames" ist mein persönliches Album-Highlight.

Der Closer schlussendlich fasst die Scheibe gekonnt zusammen und bietet einen würdigen Abschluss von "Egrégore".

 

Fazit:

"Egrégore" ist wie schon das Debüt "Deus qui non mentitur" von vor zwei Jahren ein wirklich gutes Album geworden. Produktionstechnisch lassen die Franzosen ebenfalls nichts anbrennen. Der Sound der neuen Scheibe ist klar und druckvoll, aber nicht steril, sondern organisch.

Für den Sprung in die Champions League reicht es (noch) nicht. Dazu fehlen ein paar eigene frische Impulse, denn wirklich neues bekommt man auf "Egrégore" nicht zu hören, aber in ihrem Bereich können sich BÂ'A mehr als sehen lassen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (02.04.2022)

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