Agathodaimon - The Seven

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VÖ: 18.03.2022
Bandinfo: Agathodaimon
Genre: Dark Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

In diesen an guten Nachrichten armen Zeiten war es mal eine positive Abwechslung zu hören, dass mit AGATHODAIMON eine der besten und kreativsten deutschen Bands im Black Metal Umfeld wieder am Start ist – nach dem starken „In Darkness“ (2013) war erst mal Schluss, bevor Bandleader Martin „Sathonys“ Wickler 2020 wieder ein paar Mann um sich scharte, um dem gepflegten Schwarzmetall zu frönen.

Das Ergebnis ist jetzt mit „The Seven“ (ratet mal das wievielte AGATHODAIMON-Album das ist…) vorhanden und beweist, dass Sathonys, Sänger Chris „Ashtrael“ Bonner und die drei Neuen mit den klingenden Künstlernamen „Nakhateth“, „Von Yanesh“ und „Mortos“ (jeweils Gitarre, Bass und Schlagzeug) es noch immer draufhaben.

Das Album startet mit „La Haine“ bitterböse, melodisch-teuflische Riffs a la DISSECTION führen zu einem düsteren Mid-Tempo Kracher. Das folgende „Ain’t Death Grand”, übrigens der erste Song den die Neubesetzung zusammen aufnahm, ist mit seinen Blastbeats eher auf der härteren Seite, bevor „Wolf Within“ den ersten großen Höhepunkt darstellt – eine tiefschwarze Black Metal Ballade der besten AGATHODAIMON-Schule. „Ghosts Of Greed“ erinnert mit seinen abgehackten Riffs an die Frühzeit der Band („Higher Art Of Rebellion“!), während „Mother Of All Gods“ mit seinem symphonischen Einschlag eher die „Chapter III“-Richtung einschlägt. „Estrangement“ ist der nächste Kracher, ein episch-düsterer Midtempo-Kracher, der am Ende Richtung Schwarzmetall ausartet.

Nach dem getragenen Instrumental „In My Dreams (Part 1 – Prelude)” kommt mit dem Death Metal-lastigen „In My Dreams (Part 2 – In Bitterness)“ wieder ein Highlight, in Kombination mit dem geilen Refrain der heimliche Gewinner der Scheibe. „Kyrie-Gloria“ kommt mit düsterem Riffing daher, bevor zum Abschluss „The Divine“ mit seinen abwechslungsreichten Teilen und dem Schwank zwischen Härte, Melodien und feinen Klaviermelodien fast schon progressiv wirkt und durch den Gastauftritt des ehemaligen Fronters/Keyboarders „Vlad Dracul“ an die ganz alten, glorreichen Zeiten erinnert.

Insgesamt ist „The Seven“ stark mit dem Vorgänger „In Darkness“ verbunden, vor allem mit seinem abwechslungsreichen Mix aus Black Metal-Wurzeln und Schwenks in Richtung Dark, Doom, Symphonic und anderen -Metals. Gefühlt wurde der Härtegrad etwas gesteigert, ansonsten verbleiben AGATHODAIMON aber – trotz vielen Besetzungswechseln – bei der mittlerweile verbürgten und erfolgreichen Formel. Gutes Comeback!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (16.03.2022)

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