NIGHT OF THE VAMPIRE - Eternal Night

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VÖ: 17.01.2022
Bandinfo: NIGHT OF THE VAMPIRE
Genre: Ambient Black Metal
Label: Void Wanderer Production
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

*KLACK*

"Ich zähle bis drei, Freundchen, dann hast du dir einen Black Metal Bandnamen ausgedacht! Eins..."

"NIGHT OF THE VAMPIRE!!"

"Glück gehabt... Und jetzt einen CD Titel! Eiiins..."

"ETERNAL NIGHT!!"

Naja, immer noch besser als Desert/Doom und Space Black Metal Bands mit "Void" im Bandnamen. Moment... Das Label heißt "Void Wanderer Productions". Was solls, auf die Musik kommt es an, aber Black Metal aus Texas?

Album Cover sieht aus wie ein gecanceltes "Castlevania" Game Boy Spiel und das macht schon mal Laune. Rot auf Lila begegnet man auch nicht so oft (Ich erspare Euch an dieser Stelle Anekdoten über meine Puma Sneakers in dieser Farbkombination mit goldenem Puma Logo, die ich seit 2012 nicht ein einziges Mal angezogen habe, aber noch immer für den richtigen Anlass bewahre... Bei Interesse... 100€... VB...)

Aber genug der galanten Galoschen, wir sind wegen der Musik hier! Ich bin wirklich außerordentlich gespannt, was die drei Tracks auf "Eternal Night" zu bieten haben.

"Enchanted Cold" - Abgefahren! Hier wird tatsächlich nicht, ein Diktiergerät zwischen den Beinen haltend, das Austern-Pilzgericht vom gestrigen Zwischenstopp an der Tankstelle in die laufende Toploader-Waschmaschine reingekotzt. Neben der sauberen Underground-Produktion, fällt nach wenigen Takten auf, dass NIGHT OF THE VAMPIRE eine persönliche Note ins Schwarzmetall hackt. Der Opener hält musikalisch zwar an Merkmalen des menschenfeindlichsten aller Genres fest, erzeugt aber eine fantsievolle und unbedrohliche Atmosphäre. Man könnte meinen, "Enchanted Gold" sei eine gecoverte Pop-Nummer.

Der Titel-Track "Eternal Night" demonstriert umso mehr, dass sich NIGHT OF THE VAMPIRE ernsthaft mit Songstrukturen beschäftigt und sein Werk mit Bedacht komponiert hat. Gleichzeitig werden die Stimmbändchen stellenweise etwas mehr als im größtenteils gefauchten Vorgänger malträtiert. Die elektronischen Einspritzer erwecken die Erwartung, dass es zu einem klaren Dungeon Synth Break kommt, doch Liebhaber dieses speziellen Genres müssen sich mit den Spielereien im Hintergrung zufrieden geben, was keine Kritik darstellen soll.

"Forbidden Spells" unterscheidet sich stilistisch nicht von den ersten beiden Songs. Wer Gefallen am Black Metal der (des?) Texaner(s) gefunden hat, darf sich über einen weiteren lilaroten Song zum Abschluss freuen. Ein Solo setzt kurz vor Stille ein, welches man hätte ein wenig ergreifender gestalten können, aber das sind nur meine Gedanken.

FAZIT: NIGHT OF THE VAMPIREs "Eternal Night" ist nach vorsichtigem Herantasten zu einer positiven Überraschung geworden. Sammler auf der Suche nach exotischen Werken in eigenwilliger Verpackung, die das Produkt nicht nur zum Angeben vor Freunden in die Vitrine stellen möchten, sondern auch gerne die Stereoanlage beanspruchen, dürfen hier bedenkenlos zugreifen.

 

 



Ohne Bewertung
Autor: Daniel Hadrovic (20.03.2022)

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