SÜNDENRAUSCH - Orginal Sin

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VÖ: 18.03.2022
Bandinfo: SÜNDENRAUSCH
Genre: Dark Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Elf Jahre nach Bandgründung wagt das Hamburger Duo SÜNDENRAUSCH eine Art Neustart. Inwiefern? Nun, bisher haben Sündenrausch zwar seit ihrem Debüt „Sündstoff“ (2015) zwei EPs und zwei Alben veröffentlicht, doch bisher haben sie sich noch nicht richtig gefunden. Deutsche Texte, etwas Elektro-Einflüsse, harte, oder vielmehr härtere Riffs. Das war der bisherige Duktus bei SÜNDENRAUSCH.  Dass das Duo allerdings höhere Ziele hat, soll das neue Album zeigen. Man hat auf Nummer Sicher gesetzt. Lord of the Lost-Sänger Chris Harms war als Produzent tätig. Seine Kollegen Eike O. Freese und Benjamin Lawrenz (u.a. Deep Purple, Gamma Ray) übernahmen Mix und Mastering. Doch etablierte Namen allein machen noch kein gutes Album.

Ein gutes Album besteht immer noch aus guten Songs und hier haben sich SÜNDENRAUSCH nun erstmals aus ihrer Komfortzone herausbewegt und ihre Songs auf Englisch vorgetragen. Hier merkt man, dass SÜNDENRAUSCH eindeutig ihren Fokus auf den internationalen Markt konzentrieren. Das weiß zu gefallen. Schon die erste Single-Auskopplung „The Lost Ones“ zeigte den Fans die neue Ausrichtung. Ende Februar folgte dann der Titel-Track des Albums, der als zweite Single die neue Ausrichtung der Band verdeutlichte. Für diesen Track konnten sich die Hanseaten auch die Dienste von BLUTENGEL-Sänger Chris Pohl als Duett-Partner sichern. Doch diese beiden Singles zeigten lediglich einen winzigen Ausschnitt des Albums. Denn dieses ist in der Tat eine Neuausrichtung und auch das wohl gereifteste Album dieser Formation. Tolles Songwriting und solides Handwerk gehen Hand in Hand.

Natürlich erfinden SÜNDENRAUSCH mit diesem Album das Rad nicht neu, aber im Bereich des Dark Rock kann sich die Band wohl sehr bald ihren Platz erspielen. Wir müssen natürlich die nächsten Alben und auch die Live-Performances abwarten, aber ich würde schon einmal vorsichtig die Prognose wagen, dass SÜNDENRAUSCH durchaus das Potential haben, in ein paar Jahren denselben Status zu erreichen wie die Kollegen von MONO INC.

Wenn die kommenden Alben genauso ausfallen wie „Original Sin“, dann sehe ich da keine Probleme.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: manfred (25.03.2022)

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