ADVENTURE - Tales of Belle, Part 1. Across The Ocean

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VÖ: 15.04.2022
Bandinfo: ADVENTURE
Genre: Progressive Rock
Label: Apollon Records
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Lineup  |  Trackliste

Schon der erste Song, "Hell’s Belle" kommt ein bisschen hüftlahm daher. „First impressions go a long way“ heißt es im Englischen, und leider bestätigt sich dieser erste Eindruck auch in weiterer Folge.  Zu brav und musterschülerhaft, zu getragen und mit angezogener Handbremse agiert der norwegische Sechser. Immer wieder ertappt man sich dabei, dass man das imaginäre Gaspedal durchdrückt, aber es bleibt (zu) langsam und betulich.

Wäre man ganz, ganz milde gestimmt, könnte man behaupten, dass in kurzen, gelungenen Momenten ein wenig DEEP PURPLE (durch die Keyboards) und ALAN PARSONS PROJECT (hier vor allem „Tales of Mystery and Imagination“) durchschimmern. Ohne den Konsum bewusstseinserweiternder Substanzen ist diese Überschneidung aber kaum auszumachen.

Thematisch geht es in dem Konzeptalbum um die norwegisch-amerikanische Massenmörderin Brynhild Paulsdatter Størset alias „Belle Gunness“, die bis zu 40 Menschen auf dem Gewissen hatte, darunter mutmaßlich auch zwei ihrer Kinder.

Aber ist alles an diesem Album schlecht? Nein! Den Gesang kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Kjell Myran macht hier einen tadellosen Job. Und Multi-Talent Elen Cath Hopen glänzt speziell in „Dreams“, "Voices" und „The Last Goodbye“ mit ihrer ausdrucksvollen, klassisch geschulten Stimme.

Zusammenfassend muss man aber leider sagen: Das ganze Album zieht sich wie ein Strudelteig und ist musikalisch recht einfach und repetitiv gestrickt.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Harald (08.04.2022)

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