DARE - Road To Eden

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VÖ: 01.04.2022
Bandinfo: DARE
Genre: Melodic Rock
Label: Legend Records
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Lineup  |  Trackliste

DARE sind alte Hasen im Melodic Rock Geschäft. Die Wurzeln gehen wie bei so vielen Schmuse Rockern ins letzte Jahrtausend zurück, wo sie zahlreichen Mädels den Kopf verdrehten und den einen oder anderen Hit landeten. So war ihr Debut 1989 namens "Out Of The Silence" ein sehr bekanntes AOR Album und ebnete die Bahn für weitere Alben in dieser Art. Und natürlich darf man den Background von Darren Wharton nicht vergessen! Er war doch in den frühen 80ern der Keyboarder von THIN LIZZY.

DARE waren damals gut unterwegs, aber nicht ganz so bekannt, wie andere Rock-Bands. Und heute ist es ähnlich. Sie machen was Neues, und man bekommt es fast nicht mit. Nur ein kleiner Hardcore-Kreis an AOR Hörern lässt die Band hochleben. Für den jungen Rock und Metal Fan ist diese Musikrichtung nicht interessant. Weil nämlich der weichgespülte Rock von DARE nicht für Party geeignet ist und für die junge Hörerschaft entweder wie Schlafmusik oder Kaufhaus Bespassung klingt. Die Hörer, die noch treu sind, werden aber garantiert ein paar tolle Songs auf dem neuen Album finden.

Auf "Road To Eden" hat die Band nun einen großen Schritt von AOR zu Hard Rock gemacht, um etwas modernen, frischen Wind in die Sache zu bringen. Diesmal werden rockigere Töne angeschlagen, und die Gitarren klingen heftiger. Dazu weht ein Folk Sound durch die Landschaft. Die zehn neuen Stücke sind definiert von vielen eingängigen Melodien, netten Riffs und Soli, einem allgegenwärtigen Keyboardsound und lässig dahin tuckerndem Schlagzeug und Bass. Prominent bei jedem Song  die schmeichelnden Vocals, mit der leicht rauen Stimme von Bandleader Darren und dem harmonischen Chorus, der sehr oft eingesetzt wird. 

Anspieltipps:
Die erste Nummer "Born In The Storm"  sie ist eine von denen im neueren Kleid, mit rockigem Sound, der ein Stück weg von AOR rückt. Die Folk Sounds mit Fiedel tun das ihrige, um diese Songrichtung, von der es mehr Stücke auf dem Album gibt, mit einer persönlichen Note zu versehen. Dazu ein lässiges Gitarren-Solo, und man ist positiv für die nächsten Songs eingestimmt. Die aber leider nicht alle so gut abschneiden, wie die Startnummer. 

Weiters top ist “Only The Good Die Young”. Der Song besticht durch Piano und Vocals. Er lebt am Start von Einfachheit und Klarheit und steigert sich langsam mit allen Instrumenten. Hier kommt Schwung rein, Gefühl und Emotion. Ein Song, der von Herzen kommt, das ist klar, wenn man auf den Text hört. Vor allem der Refrain „Only The Good Die Young“ lässt sich sehr schnell auf THIN LIZZY und Phil Lynott münzen, der viel zu jung von uns gegangen ist.

Als softer AOR startet „The Devil Rides Tonight”. Der Song entwickelt sich aber in Kürze zu gutem, schwungvollen Rock. Für meinen Geschmack vielleicht sogar der beste Song des Albums. Die Nummer hat was und besticht durch Gitarren Riffs und Soli, sowie durch eine exzellente Gesangsleistung. Melodie und Rhythmus sind auch sehr harmonisch abgerundet und zeugen von ausgeklügeltem Songwriting.

Endergebnis:
"Road To Eden" ist wiederum ein nettes Album, das in seiner Nische seine Freunde finden wird. Für den härteren Hörer klingt aber alles recht ähnlich, und die einzelnen Songs fließen ohne großen Aufreger dahin. Anders ausgedrückt es ist einfach klassisches AOR bzw. Rock-Material, das zeitlos ist und im Background immer laufen kann. 

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (04.04.2022)

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