CROSSPLANE - Fastlane

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VÖ: 22.04.2022
Bandinfo: CROSSPLANE
Genre: Heavy Rock
Label: El Puerto Records
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Lineup  |  Trackliste

Meine Fresse, das geht ja gleich richtig ab, auf dem immerhin schon fünften CROSSPLANE Longplayer! "Can't Get You Out Of My Head" ist bereits beim Opener absolut Programm. Die Nummer geht sofort ins Ohr und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Das Coole dabei: Neben der herrlich rotzigen MOTÖRHEAD/Punk/Metal/Rock'n'Roll-Attitüde erinnert der Song wegen des genial eingeflochtenen Ofra Haza-Gedächtnis-Gastgesangs im Mittelteil an das grandiose "Temple Of Love" von den SISTERS OF MERCY! Geiler Einstand!

Aber auch danach lassen die Ruhrpott-Guys die Erinnerung an good old Lemmy durchgehend hochleben, was natürlich vor allem Cellis äußerst markanten Vokalorgan geschuldet ist. Und so rock'n'rollen sich CROSSPLANE mit High Energy durch die elf Tracks der aktuellen Scheibe, dass es eine Freude ist. Mal Motörhead-a-like rotzig rockend, mal punkig ohne Ende und hin und wieder mal ziemlich heavy. Dass dabei zu keiner Sekunde Langeweile aufkommt, liegt am großartigen Songwriting ebenso, wie an der technischen Umsetzung.

CROSSPLANE schütteln mitreißende Tracks am laufenden Band nur so aus dem Ärmel. Ob nun vorwärts galoppierend wie im Titelsong "Fastlane", in "Rock'n'Roll Will Never Die" (eine der geilsten MOTÖRHEAD Nummern, die MOTÖRHEAD nie geschrieben haben!!!), "Rock Out" und in "Fields Of Bone", oder in fett groovend, wie im Opener, in "Make Beer Not War" und in "Search And Destroy" – CROSSPLANE geben qualitätstechnisch durchgehend Vollgas. Halbe Sachen sucht man hier vergebens.

Dadurch vergehen die knapp 40 Minuten von "Fastlane" wie im Flug, und ehe man sich's versieht, sind auch schon die letzten Töne vom Albumcloser "Black Is My Blue Sky", der schleppend und dezent BLACK SABBATH-lastig aus den Boxen dröhnt und CROSSPLANE noch mal von einer anderen Seite zeigt und eine weitere großartige Facette des dynamischen Quartetts präsentiert.

 

Fazit:

CROSSPLANE rocken auf ihrem neuen Longplayer die Hütte, bis die Bude vollständig in Flammen steht. Dabei fackelt die Truppe um Frontmann Celli ein Feuerwerk an großartigen und vielfältigen musikalischen Ideen ab, dass über die komplette Laufzeit von "Fastlane" für beste Unterhaltung gesorgt ist. Dazu gesellt sich ein analog-erdiger Sound, der perfekt zur Musik von CROSSPLANE passt. Und so bleibt am Ende nur noch zu konstatieren, geile Mucke, geile Texte, maximale Gute-Laune-Stimmung: das ist mir allemal 4,5 Punkte wert! 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (26.04.2022)

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