LIPS TURN BLUE - Lips Turn Blue

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VÖ: 06.05.2022
Bandinfo: LIPS TURN BLUE
Genre: AOR
Label: MIG (Made In Germany) Music
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

LIPS TURN BLUE Sänger Phil Naro verstarb im Mai vorigen Jahres an Zungenkrebs. „Lips Turn Blue“ ist sein gewichtiges musikalisches Vermächtnis.

„Just Push“ beginnt funky, dann wird es WHITESNAKE-artig  mit Funk-Akzenten. Das geht in die Beine und hat coole 70ies und 80ies Vibes, ist aber untypisch für das Album. Dranbleiben, falls das nicht 100%ig Euer Geschmack ist!

„Build My Castle“ ist ein Rocker, der gut nach vorne geht. Der Song ist der eigentliche Auftakt zu einem nun folgenden Wechselbad der Gefühle. 

“Pray For Tomorrow” beginnt mit einem fast klassisch anmutenden Piano-Teil, ruhig und zweckoptimistisch singt Phil Naro Berührendes („Pray for tomorrow … there’ll be better days …")

“Sit Up”
Ein kraftvolles Riff leitet dieses Lied ein, dann wird’s ein bisschen funky. „Sit Up“ ist nach „Pray For Tomorrow“ ein willkommener, unbeschwerter Kontrapunkt.

"Better Than I Used To Be"
Sehr gute, typische 80er Jahre AOR Hymne. Der Song macht Laune und richtiggehend Lust auf ein verschwitztes Rocky-Workout. Auch hier haben die Lyrics autobiographische Züge - es zieht sich ein vorsichtig optimistischer Grundtenor durch den Text.

„Miles“ ist eine gefühlvolle Halbballade mit sehr gelungenen Keyboard-Parts, die "Miles" Struktur und gleichzeitig Leichtigkeit verleihen.

“Chain On Me”
Ein wunderbar nachdenkliches Piano Intro mündet in eine groovende DEEP PURPLE Huldigung. Hier sind eindeutig gestandene Musiker am Werk!

“Crazy In Love”
Piano, Saxophon, sanfte Stimme, Gänsehaut. So geht schmalzfreie Liebesballade!

„Blood Moon“
Der Song erinnert zu Beginn entfernt an SLADE, löst sich dann aber in „erwachsenere“ Strukturen auf und wird gegen Ende ziemlich intensiv.

„No Need For You To Call” ist ein CHICAGO-ähnliches Lied, das einmal mehr Autobiographisches von Sänger Phil Naro reflektiert. Eindringlich und sehr schön!

„Hey Bulldog“
Leichtfüßig und „funny“. Im Vergleich zu den anderen Songs des Albums aber ein wenig unaufregend. Es handelt sich hier um eine Cover-Version nicht ganz unbekannter Künstler (siehe Trivia und Trackliste weiter oben)

„Life's Crazy Ride“
Einfach nur wunderschön. Wer sich bei dieser Ballade mit feuchten Augen ertappt, dem sei versichert:
< You are not alone! >

„A Little Outside“
Niemand Geringerer als Lou Gramm (FOREIGNER) übernimmt hier die Vocals. Versöhnlich und fröhlich geht es ins Finale …

Ich bin in letzter Zeit ein bisschen verschwenderisch bei der Vergabe von Höchstnoten, mahnen Lektorat und Chefredaktion. Aber was muss, das muss: 5.0 von 5.0 Punkten für ein bewegendes, abwechslungsreiches AOR Album, das neben erhebenden Hymnen-Momenten auch sehr viel Nachdenkliches bietet.



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Harald (29.04.2022)

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