ALUNAH - Strange Machine

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VÖ: 15.04.2022
Bandinfo: ALUNAH
Genre: Doom Metal
Label: Heavy Psych Sounds Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

ALUNAH; die Kinder von Birmingham (alias Sabbath City) haben – wie die meisten Musiker während der Pandemiezeit – einen Horrortrip hinter sich und verspürten den Drang ihre Erlebnisse in Form von Musik zu verarbeiten. Ihr neues Album „Strange Machine“ ist die Konsequenz aus dem eingesperrten Künstlerdaseins und macht Psychedelic Aficionados Feuer unterm Arsch.

Noble (Gitarrist) stieß 2020 zur Band dazu und ist das fehlende Puzzleteil für ALUNAHs heavy Sound. Er fühlt den Blues und gibt es auf brillante Weise in seinen Gitarrensoli wieder. Bei „Strange Machine“ und „Teaching Carnal Sins“ fingert er in gekonnter Manier das Griffbrett und motiviert einen, die Luftgitarre auszupacken. Was einen aber umso mehr erfreut, ist der stilistische Weg, den er im Riffschreiben mit sich bringt. Verzerrte Gitarren sind immer gut, nur besser ist es den Sound mit anderen Effekten durchzumischen. Zum Beispiel das Delay im „Fade Into Fantasy“ und „Broken Stone“ sorgen für den nötigen psychodelischen Touch und, dass er mit dem Gain in „Psychedelic Expressway“ einen Gang herunterschaltet, ist auch gelungen. Beides sind neue Ideen, die den klassischen Sound von ALUNAH in ein wohlklingenderes Licht rückt.

Greenaways Einstieg 2017 ist ein Gewinn für die Band. Ihrer Stimme kann man stundenlang zuhören – denn sie klingt so angenehm, dass man gleich ins Land der Träume versinken möchte. Bei „Strange Machine“ ist es ein bisschen anders. Hierfür hat sie mehr Power in ihren Stimmbändern gefunden und geht aus sich heraus wie nie zuvor. Sie lässt sich im gleichnamigen Song zu einem Schrei hinreißen und klingt so hart und kratzig, wie Nobles Gitarre selbst. Da schlummert man nicht sanft ein, sondern wird ordentlich wachgerüttelt – bitte mehr davon.

CROWBAR-Gitarrist Shane Wesley ehrt ALUNAH mit einem Gastauftritt und verpasst durch seine Spielweise „Dead Woman Walking“ und „The Earth Spins“ den Groove, der das Lied zum Burner macht. Der staccato-artige Rhythmus bringt Köpfe zum Schwingen, bis die Halsmuskulatur vor Schmerzen das Handtuch wirft. Genau den Groove, was man von einem CROWBAR-Mitglied erwartet, nur stilistisch im „Strange Machine“-Sound hervorragend eingebettet. Wesley hat sich wohl überlegt, was zu dem Song passen könnte und begeistert damit auf ganzer Linie.

Chris Fielding (Produzent) macht mit ALUNAH sein Debüt und versteht was von seinem Handwerk. Ich weiß nicht wie viel Einfluss er auf die Band hatte, aber er hat auf jeden Fall genug, um die Band zur Höchstleistung bringen. Mit „Strange Machine“ ist ein neuer Weg beschritten worden, ohne den klassischen ALUNAH Gitarrensound, der die Band so einzigartig macht, zu verlieren. Thumbs up!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (14.04.2022)

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