JUNKYARD DRIVE - Electric Love

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VÖ: 13.05.2022
Bandinfo: JUNKYARD DRIVE
Genre: Hard Rock
Label: Mighty Music
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Lineup  |  Trackliste

Ein altes Klischee der Rock und Roll-Kiste besagt, dass es bei Album Numero drei um die Wurst, somit Sein oder Nichtsein oder auf gut Deutsch ums ’Make it or Break it’ geht.

In den 2020er Jahren, wo sowieso keine Sau mehr auf Plattenvertrag samt Daumen-nach-Oben-Wohlwollen der Record-Labels angewiesen ist, natürlich Schnee von gestern – aber irgendwas muss ich als Intro meines Reviews ja schreiben. Also, let’s go:

Nachdem die Dänen-Kapelle von JUNKYARD DRIVE bereits 2017 sowie ein Jahr später ihre jeweils kulinarisch betitelten Alben "Sin & Tonic" sowie "Black Coffee" ablieferten, haut die Band nun im Mai dieses Jahres ihre brandneue Scheibe ’Electric Love’ auf den Markt. Lassen wir es knistern und drücken auf die Play-Taste!

"Let It Burn" - Track Nummer eins: Nachdem uns als Entrée gleich ein knuspriger Power-Chord serviert wird, folgt diesem ein flott galoppierender Riff samt Uptempo-Drum Fill und als Krönung ein genretypischer ’Ohh Yeah...!’-Heuler aus tiefster Kehle. Titel samt Motto des Album-Openers wird dem Namen gleich allemal gerecht und weiter geht’s mit den nächsten beiden Songs "Electric Love"' und "Mr. Rock N' Roll" – Leadsänger Kris glänzt mit rauchiger Reibeisenstimme, der Rest der Truppe mit unbekümmert-rotziger Attitude, abwechslungsreich-dynamischem Songwriting und Saitenschrubber Oliver zaubert sich ein ganzes Arsenal locker-lässiger Licks, Riffs und Lead-Geschrubbe aus dem Ärmel. Diese kommen einem naturgemäß hie & da doch verdächtig/bekannt vor und eventuell von der heimischen Disneyland-Kollegenschaft sowie vom Sunset Strip der späten 80er ausgeborgt, aber wen interessierts: Die Zeit schreit nach einer ordentlichen Prise ehrlichem Leckomio-R&R ohne Wenn und Aber und dazu passt "Electric Love"’ als geeignete Munition bestens ins Plattenregal. So soll sleaziger Straßenköter-Rock & Roll der 20er Jahre klingen!

Leckerbissen im Detail: Neben dem bereits erwähnten Büchsenöffner "Let It Burn" darauffolgende "Electric Love" und vor allem "Mr. Rock N’ Roll", "Home" und "Let Me Love You" zünden bereits beim ersten, zweiten Durchlauf. Die Scheibe zaubert mächtig Spaß in die Backen – Vergleiche mit den üblichen Verdächtigen des Genres erspare ich mir an dieser Stelle, die Band steht absolut auf eigenen (cowboygestiefelten) Beinen und hat daher kein Name Dropping nötig. Wohlverdiente 4,5 von 5 Punkten von meiner Seite.

Wie schon bei den letzten zwei Alben wurde die vorliegende Scheibe wiederum mit einem scharfen Cover-Artwork veredelt und erscheint sowohl auf CD als auch Vinyl (in der Limited Edition in leckerem Red/Black Marbeled bzw. Light Blue) - klasse Sache, wenn Bands in heutigen Click+Scroll-Zeiten noch Wert auf ein ordentliches Artwork legen.

Was will man also mehr? Eine Handvoll gekühlter Hopfensaft-Hülsen dazu vielleicht, sonst nix.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Peter Haider (06.05.2022)

WERBUNG: Hard
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