DAN REED NETWORK - Let's Hear It For The King

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VÖ: 17.06.2022
Bandinfo: DAN REED NETWORK
Genre: Hard Rock
Label: Drakkar Entertainment
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Lineup  |  Trackliste

Seit der DAN REED NETWORK-Reunion im Jahr 2012 gab es mit "Anthology" (2013) eine Compilation, dem in 2016 mit "Fight Another Day" ein Album mit komplett neuen Stücken folgte. Danach kam  mit "Origins" aus 2018 noch eine Mischung aus alten, jedoch neu aufgenommene Tracks zusammen mit brandneuem Material auf den Markt.

Nunmehr steht uns das bereits lange angekündigte aber immer wieder verschobene "Let's Hear It For The King" ins Haus. Der Namensgeber der Band hatte es im Vorfeld als "heavy and funky" beurteilt. Untersuchen wir einfach einmal, ob das auch zutrifft oder ob es sich nur um leere Versprechungen handelt.

"Pretty Karma" beginnt für DAN REED NETWORK-Verhältnisse äußerst heavy, die Gitarren sind im Vordergrund, die Produktion richtig fett wie in alten Multi-Million-Dollar-Produktions-Zeiten. Die Melodie und der Chorus nehmen einen gleich mit. Ein mehr als fulminanter Start!

                   

Auch beim folgenden "The Ghost Inside" gibt es fette Gitarren satt, der Song groovt ohne Ende. Das sind die DAN REED NETWORK, die mit ihrem selbstbetiteltem Debut, "Slam" und "The Heat" Geschichte geschrieben haben. Stilistisch sofort erkennbar – nicht jede Band hat ihren "signature Sound" – diese Truppe gehört zweifelsohne dazu!

Zu Beginn von "Starlight" meint man, eine AC/DC-Scheibe vor sich zu haben. Das knochentrockene Riff zu Beginn zieht sich durch den gesamten Song. Ebenfalls ein Stück, das live sicherlich hervorragend ankommen dürfte.

"Supernova" ist "Heavy-meets-Funk" in bester DAN REED-Manier. In den Achtzigern wäre das ein Rock-Disco-Feger allererster Güte geworden. 

Der Titelsong ist etwas sperriger und ziemlich düster, hat aber eine sehr poppig-eingängige Bridge, dennoch fast schon "DAN REED goes Prog". Abwechslungsreichtum wird hier großgeschrieben.

Kein DAN REED NETWORK-Album ohne eine große Ballade. "I See Angels" reiht sich nahtlos in vergangene Großtaten vom Schlage eines "Rainbow Child" vom "Slam"-Album ein. Großes Kino!

"Homegrown" war die erste Auskopplung von "Let's Hear it For The King". Poppig aber dennoch mit guter Breitwand-Gitarre unterlegt. Der Fuss wippt hier automatisch mit. Tanzbarer Funk-Rock-Groove der Champions-League garniert mit einem Top-Refrain. Und ein witziges Video gibts obendrauf!

               

"Stumble" ist ein weiterer elektrisierender Song mit "funky bass deluxe". Auch "Just Might Get It" mit hitverdächtigem Refrain hält das schwindelerregend hohe Niveau. 

"Where's The Revolution" macht jede müde Party munter, was man auch von dem galoppierenden "Are You Ready" sagen kann. Fast sämtliche Lieder fräsen sich in die Gehörgänge, und man will gleich wieder die Repeat-Taste drücken. Ein mehr als gutes Zeichen für ein Album!

"Unfuck My World" ist das wohl unspektakulärste Stück des Albums, aber immer noch weit entfernt davon als "Füller" angesehen zu werden.

Das abschließende "Last Day On Saturn" lässt "Let's Hear It For The King" leicht verträumt ausklingen, ohne jedoch eine gesunde Härte vermissen zu lassen. 

Das neue DAN REED NETWORK-Album war die lange Wartezeit absolut wert und reiht sich ein in die genannten Bandklassiker. Die Truppe sollte man sich auf der anstehenden Europa-Tour keineswegs entgehen lassen. Wenn sie da nur halb so "on fire" sind wie auf CD, werden das phantastische Gigs! Besonderes Lob gilt auch dem sehr schicken Artwork, was geradezu nach Merchandising schreit.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (19.06.2022)

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