THE WORLD WITHOUT US - Body Forth

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VÖ: 08.07.2022
Bandinfo: THE WORLD WITHOUT US
Genre: Progressive Death Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Im Bundesstatte Pennsylvania aus den Vereinigten Staaten muss irgendwo ein Nest sein, wo unversehens so viele Progressive-Death-Metal-Bands ausschlüpfen, etwa RIVERS OF NIHIL, kann es keine andere Erklärung geben. Eine von ihnen, THE WORLD WITHOUT US, die ihre erste EP „Body Forth“ ausbrüteten, soll hier besprochen werden. Hab soeben im Pressetext gelesen, dass Zach Strouse, der Prog-Death-Saxophonist meiner Wahl, hier die  Axt (Bass) schwingt. Nebenbei sei erwähnt, dass „Poison Project“, das für die Cover-Gestaltung verantwortlich war, ebenfalls für „Magic – The Gathering“ arbeitete. I sogs glei: „Gwent - The Wichter Card Game“ the one and only Card Game.

Eden“ startet mit sehr groovigem Djent-Bass, gut aufgestelltem Sound und Klar-Gesang, der stellenweile in Screaming abdriftet bzw. growlingartiges Gegrunze, das ich allerdings in dieser Form als gelungen erachte. Die Takte, ähnlich wie bei MESHUGGAH, der Djent-Mama schlechthin, muten zwar stellenweise ungerade an, weil die Rhythmik vertrackt daherkömmt, sie sind es nicht, 4/4, die man womöglich hinausschlenzen kann auf 8/4, oder wer weiß 12/4.

Cult“ eröffnet mit keinem kultigen Intro, denn das ist mir zu sehr gebolzt für diese Mannen nahe der Ostküste. Nach einem Break geht es um einiges Besonnener weiter, die obligatorischen 8/4 werden kredenzt. Es folgt ein eher experimentell absteckender Teil, der gut gelungen ist. Es groovt abermals gehörig bis zum bitteren Ende.

Weeds“: Bis auf die gelungene Wegstelle ab etwa 2:50 Minuten, wo der musikalische Untergrund rhythmisch sehr ausgeklügelt den Verlauf für den Gesang bereitet, wobei dieser voranzieht, als würde er in einem langsameren Tempo unterwegs sein, ist hier alles geklärt.

Peril“ verfügt grundsätzlich über gelungen Riffs, die teilweise zu simpel für diesen Duktus ausgefallen sind, jedoch die beste Stelle ist, als Klargesang ertönt, unterstützt durch sehr diffiziles, dichtes Schlagzeugspiel, um wenige Wendungen später wieder in Brachial-Growling abzudriften. Trotzdem, auf das erste Lied sei verwiesen, hätte es nicht geschadet jene Riffs, die schwer wie Hämmer auf Ambosse schlagen, durch etwas leichtere Elemente zu ersetzten, was aber ab etwa Minute 4:00 ohnehin umgesetzt wird. Am Ende wird wieder kohlehaltiges MESHUGGAH-Material nachgelegt, um die Temperatur des zu schmiedenden Metalls zu erhöhen. Hm, nach „Eden“ das zweitbeste Lied dieser EP.

Fazit: Grundsätzlich ist „Body Forth“ unter die interessanteren Alben des 2022 Jahres einzuordnen. Es wäre schön gewesen, wenn hier tatsächlich eine Langrille kredenzt worden wäre. Das Seiende ist mehr als passabel. Was, die Rhythmik betrifft, hätte ich hier und da an der einen oder andern Schraube gedreht. Ansonsten, weiter so, mögen die Lehren des Prog Deaths nicht ohne THE WORLD WITHOUT US über den Erdenrund getragen werden. 



 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Richard Kölldorfer (01.07.2022)

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