GATHERING OF KINGS - Enigmatic

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VÖ: 29.07.2022
Bandinfo: GATHERING OF KINGS
Genre: Melodic Rock
Label: AOR Heaven
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Lineup  |  Trackliste

GATHERING OF KINGS begann vor einigen Jahren als Projekt von Ron und Nina Dahlgren, die schwedische Top-Musiker zusammenbrachten mit Victor Olsson als Haupt-Songwriter und Gitarristen. Zwei hervorragende Alben waren die ersten Referenzen. Nun wird anscheinend dieses Projekt zu einer Band mit festen Mitgliedern umgebaut, denn GOK treten immer wieder bei Festivals auf und bewarben sich auch als Vorband für eine KISS - Kreuzfahrt.
Das dritte Album „Enigmatic“ wurde aber wieder nach der bewährten Methode mit vielen Protagonisten, die zur Hautevolee der schwedischen Hardrock-Szene gehören, aufgenommen. Auch die musikalische Ausrichtung hat sich nicht geändert: AOR/Melodicrock in bester schwedischer Tradition, wobei neben der unterschiedlichen Vocals vor allem die abwechselnde Dominanz von Keyboard und Gitarre hervorstechen, die aber perfekt harmonieren. 
Nach einem instrumentalen kurzen Intro geling mit „Vagabond Rise“ ein Einstieg nach Maß. Wenn das die Messlatte für das Album ist, erwartet uns wieder Außergewöhnliches, dieser Melodic - Kracher muss einer DER Hits des Jahres werden. Das hymnische „Here Be Dragons“ wurde zurecht schon als Single veröffentlicht, ein Song mit Ecken und Kanten.

„Firefly“ ist eine der härteren Songs mit zwei beeindruckenden Soli, erst das Keyboard (Joel Selsfors), dann der Sechssaiter, diesmal von Magnus Mild. Abwechslung bringt der nächste Song: „How The Mighty Have Fallen“ vermischt Folkrock mit AOR, dazu passend das raue Organ von Rick Altzi, interessant die eingebauten irischen Klänge. Natürlich darf eine Ballade nicht fehlen. Sehr verträumt zeigt bei „A Rainbow And A Star“ der hauptamtliche NOCTURNAL RITES Fronter Jonny Lindkvist sein Können. Tobias Jansson (SAFFIRE) zeigt sich beim Melodicrocker „The Prophecy“ mit einem unwiderstehlichen Refrain von seiner besten Seite. Beim poppigen Rocker „Feed You My Love“ gibt’s Unterstützung der Band ONE MORE TIME und erstmals bei GOK auch weiblichen Solo- (und Chor-) Gesang. „Clone Trooper“ klingt leicht episch, es stechen vor allem der brillante Gesang von Apollo Papathanasio und das getragen Keyboardsolo hervor. Eine weitere Single ist „Long Kiss Goodnight“, ein First Class Melodic Song zu dem die Vocals von Rick Altzi perfekt passen.

„New Life“ wiederum ist ein süßlicher AOR Song mit getragenem Tempo, auf Tobias Jansson maßgeschneidert. Beim hochmelodischen „Lionheart“ hören wir wieder Alexander Frisborg und ein feines Solo vom genialen Victor Olsson – ein weiterer Höhepunkt. Nur auf CD gibt’s einen Bonus Track, der beileibe kein Filler ist: „Fool's Cabaret“. Tobias Jansson und Apollo Papathanasio bilden ein harmonisches Duett, das einen unwiderstehlich in den Bann zieht.

Mit „Enigmatic“ ist Victor Olsson und seinen zahlreichen Mitstreitern bereits zum dritten Mal ein feines, abwechslungsreiches Werk gelungen.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (28.07.2022)

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