Kamelot - Ghost Opera

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VÖ: 01.06.2007
Bandinfo: KAMELOT
Genre: Melodic Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Kino im Kopf – dieser Spruch ist bei Ghost Opera absolut Programm. Kamelot entführen auf 11 Songs in eine eigene Welt und wer bereit ist, sich darauf einzulassen wir mit Ghost Opera mehr als belohnt.

Mit einem sehr sinistren, melodiösen, Instrumental-Intro “Solitair” startet das Spektakel, um sich dann mit “Rule the world” zu einem ehrenvollen Ganzen auszubreiten. Streicher betonen die Melodie und Khan läßt sein Timbre vibrieren – und regiert wahrlich seine Welt. Thomas Youngblood setzt gezielt seine Soli und so ist dieser Song ein gelungener Start dieses Opus. Nahtlos geht der Übergang in die “Ghost Opera”, die mit orchestralem Background großes Theater macht. Khan verwandelt sich in einen Storyteller und macht seine Sache richtig gut. Die Geschichte der jungen Opernsängerin, die auf dem Weg zu ihrer Premiere überfallen und vergewaltigt wird, und somit ihren großen Abend verpasst und sich noch Jahre später – im hohen Alter – fragt, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn diese Trägödie nicht passiert wäre, wird so bombastisch beschrieben, dass man die Story einfach vor Augen haben muss. Der Rythmus peitscht weiter zu Track Nr.4 “The humain stain”. Midtempo beats und Khans Stimme harmonieren und heben und senken die Stimmung des Songs perfekt. Das Schau-bzw. Hörspiel geht über in “Blücher”. Eingangs sind Kriegswirren auf einem Kampfschiff, sowie die Gebet eines deutschen Kämpfers zu hören. Kamelot erzählen hier die Geschichte eines deutschen Kriegsschiffes vor der norwegischen Küste im zweiten Weltkrieg, welches mit mehreren 100 Personen an Bord unterging und die Besatzung in den Tod riss. Weiter tragisch geht es mit “Love you to death” – der Geschichte es todkranken, jungen Mädchens , welche in eine traurigschöne Ballade verpackt wurde. Khan und Amanda Sommerville besingen sich im Duett und schwören sich ihre Liebe bis in den Tod mehr als eindrucksvoll. Track 7 “Up through the ashes” wird wieder von orchestralen Höhen eingespielt und Khan weiss seine Stimme wieder einmal mehr düster und doch schmeichlerisch einzusetzen. Wieder ein nahtloser Übergang zu “Mourning Star”, welcher von Männerchoral und Orchester eingeleitet wird – weiter zu “ “Silence of the darkness” – ein echter Fetzer by the way - und dann kommen wir schon zu einer der schönsten Balladen ever written: “Anthem”. Die Hymne des Lebens – eine Gänsehaut bei jedem neuen Anspielen! Wirklich ein Hammertrack – große Verbeugung vor Kamelot für dieses Kleinod an Musik. Bombastisch wie es einer Oper gebührt, finalisiert sich Ghost Opera in Eden Echo. Wie Khan es treffend in einer Songzeile beschreibt:”…remember my name” das wird man – Kamelot haben wieder ein Kapitel ihrer Bandgeschichte geschrieben und beweisen mit Ghost Opera, dass sie unglaublicherweise nach Black Halo noch steigerungsfähig sind.

Hut ab – Vorhang fällt – 5 von 5 Punkten



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: metfrog (09.07.2007)

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