GRAVE DIGGER - Symbol Of Eternity

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VÖ: 26.08.2022
Bandinfo: Grave Digger
Genre: Heavy Metal
Label: ROAR Rock of Angels Records
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Lineup  |  Trackliste

Wenn eine Band seit mehr als 40 (!) Jahre besteht und in der Zeit regelmäßig Studioalben veröffentlicht, ist das schon eine wirkliche Hausnummer. Mit "Symbol Of Eternity" steht bereits Album Nr. 20 (!!) der Totengräber ins Haus. Ob sich langsam Verschleißerscheinungen einschleichen, werden wir im Folgenden unter die Lupe nehmen.

Wie bereits auf "Knights Of The Cross" wird auch auf dem neuen Album die Templer-Saga lyrisch durchleuchtet. Musikalisch werden einmal mehr keine Gefangenen gemacht. Die Scheibe wurde erstmals von Mastermind Chris Boltendahl  in seinem neuen Homestudio selbstproduziert. Sicher ein Einschnitt nach so langer Zeit aber die Produktion knallt sehr gut und ist als äußerst gelungen zu betrachten. 

Dem Intro "The Siege Of Akkon" folgt erwartungsgemäß ein schneller Double-Bass-Track -  mit "Battle Cry" passend betitelt. "Hell Is My Purgatory" schließt sich dem nahtlos an ehe es mit "King Of The Kings" erstmals hymnisch wird. Zwar ebenfalls heavy, hier liegt jedoch die Betonung eher auf den mehrstimmigen Chören im melodischen Refrain und der Gitarrensound ist leicht Brian-May-harmonisch angehaucht. Bester Song bislang!

                   

Fast schon in Richtung Doom-Metal geht der schwerfällige Titelsong ins Rennen. Nach einem Sabbath-artigen Mainriff werden erstmals die Akustik-Klampfen ausgepackt, der einzigartige Gesang von Chris mündet dann schließlich in einen erneut hochmelodischen Refrain. Titeltrack-würdig!

Das Intro "Saladin" läutet die "Nights Of Jerusalem" ein, der erste Track, den man eher als durchschnittlich und nicht besonders herausragend ansehen kann. Zündet bei mir  irgendwie nicht so richtig.

"Heart Of A Warrior" überzeugt da schon wieder mehr. Ein straighter Banger in typischer GRAVE DIGGER-Manier ohne Schnörkel voll auf die Zwölf. Siehe (und höre) hier:

                

"Grace Of God" beginnt mit einem klassischen Akustikgitarrenintro, der Song ist orchestral unterstützt und auf Breitwandformat angelegt. Der Chorus ist hier ebenfalls mehrstimmig angelegt und gibt dem den halbballadesken Track das gewisse Etwas. GRAVE DIGGER-Bombast at its best.

Auch bei "Sky Of Swords" gibt es zu Beginn ein paar QUEEN-ähnliche Gitarrensounds zu hören. Der Refrain ist dann eher der Schunkel-Fraktion zuzuordnen. Nett aber nicht mehr.

"Holy Warfare" hat wieder etwas mehr Tiefe zu bieten, ehe das düster-schleppende "The Last Crusade" den offiziellen Teil abschließt. 

Der Bonusrack "Hellas Hellas" stellt eine Coverversion des griechischen Superstars Vasilis Papakonstantinou dar, der sich hier auch persönlich ein Stelldichein gibt. Zum ersten Mal hört man hier Chris Boltendahl in Griechisch auf einem Album singen. Die etwas andere Coverversion, die aber bereits seit Jahren ab und an live im Programm ist.

Von ein paar wenigen nicht ganz so gelungenen Stücken in Hälfte Zwei einmal abgesehen stellt "Symbol Of Eternity" ein amtliches Jubiläumsalbum dar, das nur auf seine Liveumsetzung wartet. Gelungenes Teil auf jeden Fall.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (26.08.2022)

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