GHOSTHER - Immersion

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VÖ: 16.09.2022
Bandinfo: GHOSTHER
Genre: Alternative Metal
Label: Doc Gator Records
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Lineup  |  Trackliste

GHOSTHER die Zweite. Nach dem gelungenen Langdreher-Einstand "Through Fire" 2019 legt das Heinsberger Quartett nun mit "Immersion" sein zweites Album vor. Eigentlich hätten GHOSTHER nach dem Debüt so richtig durchstarten sollen, doch wie so viele andere in der Künstlerbranche, wurden auch Jenny und ihre Jungs von der Corona-Krise voll erwischt und saßen zwei Jahre lang vor allem auftrittstechnisch auf dem Trockenen.

Das Kleeblatt ließ sich jedoch nicht entmutigen, sondern kreierte stattdessen 13 neue Songs, die sich weder vor ihrem Erstwerk noch vor der internationalen Konkurrenz verstecken müssen. Nach wie vor setzen sich GHOSTHER stilistisch ganz bewusst zwischen die Stühle und sind eifrig dabei, ihre ureigene Mischung aus Modern/Alternative Metal, Core, Hardrock, Melodeath (ja, tatsächlich!) und Post Grunge immer weiter zu perfektionieren.

Bereits der Opener kracht amtlich aus den Boxen. Die ersten Takte und Riffs erinnern stark an skandinavisch-melodisches Todesblei, danach ist man aber direkt zu Hause bei GHOSTHER. Frontfrau Jenny lässt stimmlich nichts anbrennen, und Axtmann Andy liefert äußerst überzeugende gutturale Shouts zur Vervollständigung des vokalen Klangerlebnisses. Die Screams/Shouts von Andy überzeugen um Längen mehr als der Klargesang auf "Through Fire". Gute Entscheidung, den Gesangsstil an die persönlichen Möglichkeiten anzupassen.

Die neue Scheibe ist äußerst abwechslungsreich ausgefallen. Von eingängigen Uptempo-Smashern wie dem Opener über Wechselspiele mit Laut-Leise-Parts ("Karma"), mit Schmackes voranmarschierende Groove-Monster wie "Thallium" (Hit!) bis hin facettenreichen Midtempo-Nummern der Marke "Criminal Love" ist alles vertreten, was das Herz bzw. das Ohr der Alternative Metal-affinen Hörerschaft begeht.

Für "Immersion" haben sich GHOSTHER gleich zweimal promintente Unterstützung geholt. So shoutet Jenny sich durch "Doomed" im Duett mit keinem Geringeren als dem SOILWORK- und THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA- Mastermind Björn Strid. Bei "More Of The Same" dagegen ist Joey Tyler als Gesangpartner am Start. Der Sänger ist der Frontmann der New Yorker Band VRSTY, die hierzulande vielleicht noch nicht so bekannt ist, bei der man aber absolut mal ein Ohr (oder zwei!) riskieren sollte.

Fazit:

Auch mit ihrem zweiten Album machen GHOSTHER eine sehr gute Figur. Vom Songwriting, über die instrumentale und vokale Umsetzung bis hin zum Sound, überall findet man kleine, aber feine Verbesserungen im Detail. "Immersion" dürfte die GHOSTHER-Erfolgsgeschichte weiter voran schreiben und den Bekannt- und Beliebtheitsgrad des Modern Metal-Quartetts deutlich erhöhen. Es sei ihnen von Herzen gegönnt! 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (21.09.2022)

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