RSJ - Gain to Nothing

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VÖ: 08.06.2007
Bandinfo: RSJ
Genre: Metal
Label: Cargo Records
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Lineup  |  Trackliste

Das die Engländer mittlerweile nahezu jede heimische Band, die ein wenig anders zu klingen scheint, in nicht geahnte Höhen hieven, soll uns hier nicht weiter stören, der Vollständigkeit halber möchte ich aber doch erwähnen, dass Kerrang mit seinen berühmt berüchtigten „K“ bei RSJ’s „Gain to Nothing“ CD geradezu inflationär umgesprungen ist. Wobei GtN hat schon seine Schokoseiten, diese Extrem Metal Mischung, etwas straightere, dafür aber brutalere MESHUGGAH, wenn gleich auch schon mal die Melancholie durchzudringen vermag („Lo-Di“ unterstreicht dies eindrucksvoll). Man braucht schon eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen um sich diesen infernalischen Soundoverkill zu Gemüte zu führen – irgendwie nennt man so was ja heutzutage schon Mathcore, dafür sind RSJ dann doch eindeutig zu Death-lastig, aber die Verschrobenheit bringen sie allemal mit, CONVERGE, die in ähnliche Richtung tendieren, lugen da sicher ab und zu um die Ecke, wenn gleich denen natürlich jegliche DM Influences fehlen.

Setzt man beim Opening Slot namens „Degrees Of Seperation“ noch auf wüsten Aggressions-Extrem-Metal, verzaubert das darauf folgende „Monkey See (Monkey Do)“ mit einem Psycho-Outro par Excellenze. „Deadbolt“ klotzt dann wieder reichlich verschroben um die Ecke, herrlich dieses Brutalo-Groove Riff gegen Ende des Songs, welches quasi nahtlos in „Code Zero“ übergeht, der ist zwar auch „nett“ anzuhören, weist aber - für mich - dann doch zu viele MESHUGGAH Ähnlichkeiten auf. Auflockernd, geradezu eingängig der Kurzsong „As She Sleeps“, gerade mal ein bisschen länger als eine Minute dauernd und somit eine wohlverdiente, ja richtig nachvollziehbare Pause auf diesem Rundling. Die war auch nötig, denn „My Bastardised Son“ bricht ohne Vorwarnung über einem herein, gelegentlich sogar blastend, getragen von ultrabrutalen Vocals und den mittlerweile schon gewohnten Break- und Brutalofrikkelorgien.

Aufgemotzt wird dieses Album durch zwei Livebeiträge, sowie vier Remixes älterer Songs, die in Unkenntnis der Frühphase der Yorker Band hier nicht verglichen, aber als gut, weil auch anders eingestuft werden können. Für alle, die einem brachialen Sound, einem schieren Aggressivitätslevel gepaart mit reichlich psychedelischen Parts versehen, das noch dazu garniert mit möglichst zerhackten Rhythmen, die dennoch eine unglaubliche Soundwand projizieren, offen gegenüber stehen, können ja mal via Myspace.com eine Hörprobe wagen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (18.08.2007)

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